03.12.2019
1600 v.Chr. bestanden bereits seit Jahrhunderten weit entwickelte Kulturen im Nördlichen Andenraum, die später auch zum Beispiel Grundlage des Inka-Reichs wurde. Vor 3600 Jahren entstand dort die monumentale Stadt Cerro Sechín in der Nähe der Küste. Ihr Kern ist ein Hektar groß, doch Siedlungsspuren finden sich in 120-160ha. Die meisten Behausungen außerhalb des Zentrums waren aus Lehm und groben Steinen gebaut. Im Zentrum war der Sechín-Komplex zu finden. Er bestand aus einem steinernem, 4m hohem Hauptgebäude aus Monolithen, flankiert von zwei weiteren Gebäuden aus Stein, die jedoch jeweils größer waren als das Hauptgebäude. In die Steine sind außen wie innen Figuren und Symbole geritzt, die eindeutig eine Mehrklassengesellschaft abbilden: Krieger, Priester, Opfer. Die Sechín-Kultur bestand von 3600 v.Chr. bis 500 v.Chr. und war womöglich die älteste peruanischen Kultur, die man heute unter den Gesichtspunkten einer Zivilisation betrachtet.