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16.10.2023 — USA / Japan / Russland

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Es wäre verlogen, zu behaupten, der Erste Weltkrieg und erst recht der Zweite Weltkrieg wären 1903 eine logisch absehbare Konsequenz aus der Nachrichtenlage im Oktober gewesen, vom Kalten Krieg ganz zu schweigen. Und doch kann man meiner Meinung nach, Trends erkennen, die wichtige Gründe für die Ausbrüche dieser Weltkriege waren. Für den Kalten Krieg gilt das nicht unbedingt und es kann Zufall sein, dass in der Japan-Meldung gleich zwei bekannte Motive auftreten: Einerseits die angeblich von Russland vorgeschlagene Teilung Koreas in einen Norden und in einen Süden. Dieser Zustand eines Nord- und eines Südkoreas ist nun seit 70 Jahren Realität und ihre Grenze war ein zentraler Bestandteil des Kalten Krieges. Die Unterschiede fallen ins Auge: 1. Es sollte sich um tatsächliche Besatzungszonen handeln und nicht um bloße Einflusszonen, 2. der Süden sollte von Japan kontrolliert werden und nicht, wie im Kalten Krieg unter dem Einfluss der USA stehen, und 3. Es war damit keine Weltideologische Frage verbunden. Das andere Detail hingegen lässt möglicherweise noch mehr aufhorchen, als über die USA geschrieben wird, sie fürchte um ihre "fest verankerte Freundschaft" mit Russland, die tatsächlich im Laufe des angebrochenen Jahrhunderts in eine Feindschaft umschlagen sollte. Doch das ist reine Spekulation.

Vielmehr als in die ferne Zukunft US-amerikanischer Politik zu blicken, macht es vielleicht Sinn, in ihre Vergangenheit zu blicken, um Kontext zu bieten, um die politische Situation in Nord- und Südamerika zu verstehen.