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16.03.2024 — Westafrika / Südamerika / Lateinamerika

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Diese Verkürzung ist natürlich auch falsch und birgt viele Missverständnisse, soll aber letztlich nur eine letzte weitere Gemeinsamkeit hervorheben. Denn auch die Militärs in Westafrika, die in Reaktion auf Massaker an der Zivilbevölkerung und ständigen Niederlagen gegen extremistische Milizen geputscht hatten, haben sich an die Macht gewöhnt und wollen sie gerne halten.

Die Militärregierungen in Südamerika sind teilweise als grausame Terrorregime in die Geschichte eingegangen und inspirieren dadurch bis heute militärische Kräfte weltweit mit der Annahme, man könne durch Staatsterror ein Machtsystem aufrechterhalten. Das Lateinamerika der 1970er galt aber auch als Laborversuch für die neoliberale, staatszerfressende Politik, wie sie spätestens seit den 2000ern dann im größten Teil der Welt Einzug fand und weltweit die Ausbeutung von immer mehr Menschen verschärfte. Mit Westafrika fand in den letzten Jahren in einer historisch umfassend ausgebeuteten Weltregion Putschs statt, die teilweise einen recht eindeutigen Ton gegenüber den bisherigen neokolonialen Ausbeutern, vereinfacht dem Staat Frankreich, einschlugen. Doch diese vereinzelten Putsch-Staaten könnten sich, wenn es denn tatsächlich in ihrem Interesse ist, gar nicht von den internationalen Monopolen lösen und auch nicht als gemeinsames AES-Bündnis genug Macht ausüben, um ihre Bevölkerung aus der Armut zu befreien.