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19.10.2019

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Innerhalb von 4000 Jahren war ganz Amerika von Alaska bis nach Feuerland mit Menschen besiedelt. 9800 v.Chr. siedelten erstmals Jägergruppen vom amerikanischen Festland auf der südlichsten Insel. Diese Paläo-Indianer Feuerlands sind nicht besonders gut erforscht, doch es gilt als sicher, dass sie sich fast ausschließlich von der Jagd ernährten. Aus den Paläo-Indianern entwickelten sich vier indigene Völker heraus. Die Selk'nam sind nomadisierende Jäger von Landtieren, wie Guanakos und Kleintieren, die ihre Beute immer gebraten haben. Sie kleideten sich den antarktischen Temperaturen angepasst mit Fellmänteln, Ledermokassins und einer Fellmütze. Jede Großfamilie hatte ein genau umrissenes Landstück, wobei es etwa 40 solcher Territorien für Familien mit je 40-120 Miglieder gab. Eine Grenzüberschreitung konnte leicht zum Krieg mit Pfeilen oder Frauenraub führen. Die Haush waren die kleinste der vier Ethnien Feuerlands. Ursprünglich waren sie auf ganz Feuerland vertreten, wurden jedoch von den Selk'nam verdrängt. Sie ernährten sich hauptsächlich von Seelöwen, die sie mit Reusen und Spießen jagten. Spezialisiert waren die Haush jedoch auf das Sammeln von Muscheln. Sie waren Sesshaft und lebten in Hütten aus Zweigen und Seelöwenfell. Obwohl keine sprachliche Verwandtschaft mit ihren Nachbarn bestand, kam Heirat mit ihnen oft vor. Sie wurden erst 1619 von einer spanischen Expedition entdeckt. Die Yagan glaubten an ein höchstes Wesen Temaukl, das zwar kein Schöpfer war, aber Menschen, Pflanzen und Tieren das Leben geschenkt hatte. Die Kultur des Betens war bei ihnen sehr ausgeprägt, wobei auf Opfer verzichtet wurde. Bei ihnen war das Kanu der Lebens-Mittelpunkt, da hier Familien ihren gesamten Besitz transportierten, die Feuerstelle so mitgenommen werde konnte und es zur Jagd essentiell war. Wenn sie an Land waren, stets in Küstennähe, lebten sie in runden Hütten aus Zweigen. Die Lagerplätze wurden jahrhundertelang weiterbenutzt, was man an den Bergen von aufgebrochenen Muscheln erkennt. Die Männer jagten Fische und Seelöwen, und die Frauen sammelten tauchend Krebse und Muscheln. Die Yagan-Sprache gilt als isolierte Sprache, die mit keiner anderen verwandt ist. Die Kawesquar waren, wie die Yagan Seenomaden und ihr Leben drehte sich um das Kanu, aus dem sie Fische, Seelöwen, Pinguine und Seevögel jagten. Sie kamen bereits 1526 mit Europäern in Kontakt, die als Pelztierjäger und Walfänger den Kontinent erforschten. Sie waren nicht nur auf Feuerland, sondern in weiten Gebieten der südlichen chilenischen Küste verbreitet.