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16.04.2020 — Welt

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Nicht vergessen! Der griechische Naturphilosoph Heraklit lebte von 550 v.Chr. bis 480 v.Chr. in Ephesos. Er nahm als Urgrund aller Dinge das Feuer an, in das sich auch wieder alles auflösen müsste: Die Welt ist ein ewiges Feuer, das erlischt und sich wieder selbst anfacht. Alles ist im Werden und in Verwandlung begriffen. Das Feuer wird zum Meer und dieses zur Erde, und die aufsteigenden Dünste erzeugen die Sonne immer wieder aufs Neue. Diese Weltvorstellung wurde in späterer Zeit als πάντα ῥεῖ (panta rhei) für "Alles fließt" verkürzt. πάντα ῥεῖ ist sicher einer der bekanntesten altgriechischen Sätze überhaupt und steht also für das fließen des Feuers und nicht für das Fließen des Wassers, wie man intuitiv glaubt! Heraklit galt als Misanthrop, da er sich in seiner Forschung noch vor der Erdkunde am meisten mit dem Menschen befasste, besonders mit dem "einfachen Volk", aber auch mit Ärzten. Seine Zeitgenossen Pythagoras nannte er einen unverständigen Vielwisser und Homer einen Prahler. Dieses intellektuelle Einzelgängertum führte zu einer sehr eindeutigen Sicht auf die Welt, aber auch einer besonders ausgefeilten, da das Mikrokosmos Heraklit auf ständiger Gegenbeweis-Suche basierte - wie die moderne Wissenschaft. Einseitigkeit führte dann auch zu seinem Tod, als er durchs essen allein von Gras und Kräutern an der Wassersucht zu leiden begann und um den entgegenzuwirken sich mit Kuhmist bedeckte und tagelang in die Sonne legte um auszutrocknen. Heraklit, der eigenwillige alte Mann der an der Wassersucht litt, starb am Austrocknen.