19.04.2020 — Welt
Nicht vergessen! Den modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der Physik am nahesten kam um 430 v.Chr. der griechische Philosoph Leukipp zusammen mit seinem Schüler Demokrit. Sie führten die gesamte Materie auf kleinste, nicht mehr teilbare, unvergängliche Partikel, die Atome zurück. Die verschiedenen Körper sollten nicht in ihrem Aufbau, sondern nur nach Gestalt und Anordnung ihrer Teilchen verschieden sein: Die Atome sind in steter Bewegung, häufen sich zusammen und bilden Wirbel. In dieser Weise ist auch die Entstehung der Welt zu verstehen. Durch die Wirbelbewegung gesellt sich das Leichte zum Leichten und das Schwere zum Schweren, bis sich schließlich große Körper bilden. Auch die Erde ist ein allmählich zur Ruhe gekommenes Atomgemenge, aus dessen feuchten Bestandteilen die organischen Wesen entstanden sind. Demokrit führte die Atomtheorie weiter zu einer Theorie, die 2000 Jahre später als Materialismus bezeichnet wurde. Jedes Ereignis, das der Mensch zu spüren bekommt beruht dabei voll und ganz auf der Reaktion zwischen mehreren Atomen und es gibt nicht, das nicht materiell gebunden wäre: Farben, Geschmäcker, die Seele und die mit ihr Verbundene Gefühlswelten, die Luft, die Sonne, die Wärme, das All überhaupt. Alles was geschieht, geschieht aus Zufall oder Notwendigkeit.