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01.05.2021 — Kolumbien / Venezuela / Russland

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Es gab im April einige Grenzkonflikte. An der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela hat es schwere Auseinandersetzungen gegeben. Auf der venezolanischen Seite ging die Armee wohl gegen eine kolumbianische Rebellenmiliz vor und schonte dabei die Zivilbevölkerung nicht, sodass mehrere tausend Menschen fliehen mussten (1.4). An der Grenze zwischen Russland und der Ukraine schien fast der Dritte Weltkrieg zu drohen. Russland hatte mehrere Truppen an die Grenze zur Ukraine verlegt, woraufhin die Ukraine einige Übungen mit der NATO abhielt (2.4). Bei Kämpfen zwischen der ukrainischen Armee und pro-russischen Separatisten starben ukrainische Soldaten (6.4). Sonst war das ein relativ inhaltsloser Konflikt mit leeren Drohungen (15.4) und scharfen Appellen (16.4,21.4). Die Handlungsspielräume aller Akteure ist ohnehin begrenzt, auch im Nawalny-Fall (19.4). Bei Gefechten an der kirgisisch-tadschikischen Grenze gab es hingegen 31 Tote, wobei inzwischen eine Waffenruhe beschlossen wurde. Dass aus dieser Situation also ein großer Krieg, wie letztes Jahr zwischen Aserbaidschan und Armenien entflammt, gilt als unwahrscheinlich. Allerdings haben sich auch Zivilisten beschossen. Der Konflikt um den Grenzverlauf eskalierte Mitte der Woche, als tadschikische Beamte eine Videokamera in der Nähe einer Wasserverteilerstation installieren wollten. Kirgisische Bürger wehrten sich dagegen. Sie warfen zunächst mit Steinen, wie Medien berichteten. Dann verstärkten beide Seiten ihre Grenztruppen, die dann gegenseitig aufeinander schossen (30.4).