01.11.2023 — Ghana / Bahamas / Westafrika
(4).
Zuletzt noch nach GHANA, wo die Aschanti und die britischen Kolonialtruppen einen führten, der auf den britischen Expansionismus und sogar das Ende des Sklavenhandels zurückzuführen ist. Ich musste in den Zeitungen vom 01. November lange suchen, um Informationen darüber zu finden. Einen ersten und lange einzigen Hinweis fand ich in der australischen Zeitung The Age (tA) in Form einer Reuters-Kurzmeldung. Der Informationsdurchbruch geschah aber erst nach langer Suche in der Zeitung The Nassau Guardian (tng) von den Bahamas. Da beide Länder zum Britischen Weltreich und darin eher zur Peripherie gehörten, vermute ich, dass die Nachrichten zur Goldküste in den europäischen Medien bereits früher veröffentlicht worden waren und der Nachrichtenzyklus zu diesem Thema am 01. November bereits abgeschlossen war. 1874 siegten die Briten übrigens in diesem 3. Aschanti-Krieg, eroberten die Hauptstadt Kumasi, zeigten sich von ihr begeistert und brannten sie nieder. Der Wohlstand der Aschanti lag ihrerseits in ihrer eigenen Expansion in Westafrika, sowie dem damit einhergehenden Sklavenhandel. Sklaverei war nicht bloß eine brutale Praxis gegenüber den versklavten Menschen. Denn auf der anderen Seite ging der Sklavenhandel der Europäer mit afrikanischen Mächten, wie den Aschanti, im 18. und frühen 19. Jahrhundert, mit einem Handel, beinahe auf Augenhöhe einher, da die europäischen Sklavenhändler auf die afrikanischen Mächte angewiesen waren. Die Aschanti hatten beispielsweise ihre modernen Waffen durch den Sklavenhandel erworben. Sobald das Verbot des Sklavenhandels jedoch weitestgehend durchgesetzt war, lösten sich die Europäer aus dieser Abhängigkeit und konnten ihre (nicht selbstverständliche) militärische Überlegenheit ausnutzen, um die von ihnen zuvor finanzierten Reiche, wie die der Aschanti, vollständig zu unterwerfen und auszubeuten.