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04.02.2020 — Europa

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Nicht vergessen! Am 03. Mai 1980, also bald vor genau 40 Jahren rief die Anti-Atomkraft-Bewegung bei Gorleben in Niedersachsen die Freie Republik Wendland aus. Einen Monat lang bestand sie als Hüttendorf aus Protest gegen die Atommüllendlagerung im Salzbergwerk Gorleben. 5000 Demonstrierende errichteten binnen zwei Tage die 120 Hütten aus Holz und Lehm, wo mindestens 500 Menschen dauerhaft lebten. Es gab zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen, wie Großküche, Toilettenanlagen, Krankenstation und Mülldeponie. Das größte Gebäude war das Freundschaftshaus mit Platz für 400 Personen, wo den gesamten Monat über basisdemokratisch beraten und entschieden wurde. Wochenends kamen bis zu 5000 Menschen zu den Besetzern, darunter beispielsweise auch eine 300-köpfige Juso-Delegation unter dem Vorsitzenden Gerhard Schröder. Am 04. Juni 1980 wurde das Gelände durch die Polizei und den Grenzschutz geräumt. Dabei standen 6000 Einsatzkräfte den etwa 2500 Bewohnern gegenüber. Trotzdem verhielten sich die Besetzer friedlich und leisteten nur passiven Widerstand. Bundesweit wurden an 80 Orten Solidaritätsbesetzungen geräumt. Sybolisch wurden Botschaften für die Republik Freies Wendland gegründet. Noch heute werden Pässe der Republik Freies Wendland ausgestellt, besonders aufsehenerregend 2015 an den Whistleblower Edward Snowden, nachdem dieser sein politisches Asyl in Detschland verweigert bekommen hatte. Ähnliche Besetzungen gibt es zur Zeit in ganz Europa, am bekanntesten wohl im Hambacher Forst.