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07.07.2020 — USA / Guantánamo / Kuba

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Nicht vergessen! Die Bucht von Guantánamo im Süden Kubas östlich von Santiago de Cuba war bereits vor der Ankunft der Spanier 1510 von den Taínos besiedelt, die ihr ihren Namen gaben ("Guantánamo" bedeutet "Land zwischen den Flüssen"). 1797 wurde die Stadt Guantánamo im Norden der Bucht von Franzosen gegründet, die vor der haitianischen Revolution geflüchtet waren, während der sich Afrohaitianer gegen ihre Sklaventreiber zur Wehr gesetzt hatten. 1903, fünf Jahre nach seiner Unabhängigkeit, verpachtete Kuba gut die Hälfte der Bahía de Guantánamo an die USA für 99 Jahre, und 1934 verlängerte die damalige kubanische Regierung den Pachtvertrag auf unbestimmte Zeit. Dort entstand schon früh die Guantanamo Bay Naval Base der US-Marine, die dazu diente, die Hegemonialstellung der USA auf dem amerikanischen Doppelkontinent zu sichern. 1904 etwa teilte der US-Präsident Roosevelt - ganz im Sinne der Monroe-Doktrin - dem Kongress mit, die USA hätten den alleinigen Anspruch auf Interventionen in inneramerikanischen Angelegenheiten und bezog sich damit auf militärische, wirtschaftliche und diplomatische Interventionen. Unter dieser "Hinterhof-Politik" sollten in den kommenden Jahrzehnten und bis heute zahlreiche demokratisch gewählte, aber tendenziell anti-US-hegemoniale Regierungen leiden und scheitern. Seit der kubanischen Revolution 1959 forderte Kuba die Rückgabe der Bucht. Seit 2002 gibt es dort das "detention camp", wo zeitweise bis zu 779 Menschen unrechtmäßig gefangen gehalten und dabei auch gefoltert wurden. Die meisten Gefangenen waren Muslime, wie etwa ein Gewürzhändler aus Kabul, der von den Taliban angeschossen und dann von Kopfgeldjägern nach Guantanamo gebracht wurde. Allein im Zeitraum bis 2009 wurden 800 Insassen für unschuldig befunden, allerdings oft an Institutionen der US-Army oder ausländischer Geheimdienste weitergereicht, wo die Folter und unrechtmäßige Inhaftierung weitergingen. Weder die Existenz der Naval Base, noch die dort angewandten Praktiken sind mit internationalem Recht vereinbar. Doch das anti-muslimische Ressentiments der US-amerikanischen Öffentlichkeit nach 9/11 führt dazu, dass auch liberale Gruppen keinen Aufschrei taten, als die Machenschaften der USA gegen Unschuldige öffentlich wurden. US-Präsident Obamas Versprechen 2009, das detention camp innerhalb eines Jahres zu schließen wurde ohnehin nicht erfüllt. Es gibt noch ein Lied über ein ganz anderes Guantánamo. Es handelt von der Schönheit Guantánamos und... seiner Frauen: www.youtube.com/watch?v=gdYIpvnzoW8. José Fernández Díaz, Joseíto Fernández und Compay Segundo sind nur drei der vielen hunderten Interpreten. Dieses Lied, kennt man in deutschen Fußballstadien vielleicht als "Es gibt nur ein Rudi Völler" https://youtu.be/nsXOKOzmHtI. Es gibt in Deutschland übrigens vier Männer mit dem Namen "Rudi Völler".

Quellen

  1. Youtu · Beyoutu.be
    https://youtu.be/nsXOKOzmHtI