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07.11.2019 — China / Südamerika

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Mit Erfindung der Keramikschüssel wurde auch eine besondere Zubereitungsart beliebt: die Suppe. Denn zuvor war die Gefäße entweder zu dünn- oder zu dickwandig, um ihren Inhalt über Feuer zu erhitzen. Suppe entwickelte sich aus Brei und Bier heraus und war eine der frühen Konservierungsmethoden für Lebensmittel. In der Populär-Geschichte herrscht die Mythe, dass die ältesten Spuren von ihr vor 8000 Jahren eine Nilpferd-Suppe war. Doch das ist nicht eindeutig belegbar, denn zwar wurden Nilpferde gegessen, aber ob es sich bei den Funden um Zutaten einer Suppe handelt ist nicht klar. Nilpferdfett hat übrigens einen ähnlich zart-süßen Geschmack wie Schildkrötenfleisch. Die Suppe fand ihren Ursprung wohl in Mesopotamien und war zunächst vegetarisch. Von hier kippte die Suppe sich in alle Himmelsrichtungen aus. In China und Südamerika entwickelte sich eine eigenständige Suppen-Kultur. Da die Suppe gemeinhin wässrig ist, verteilen sich die Aromen mehr und die Geschmacksintensität nimmt ab. Möglicherweise erlebte mit Erfindung der Suppe das Würzen also einen ersten Aufschwung. Rinde, Kräuter, Früchte, Kerne, Tierprodukte und Bodenschätze waren sicherlich schon davor bekannt, doch ihren ganzen Zweck konnten sie in den ersten Suppen erst so richtig austesten.