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10.07.2020

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Nicht vergessen! Zum Begriff des "Blockbusters" ist im Forum https://t.me/NdTDiskussion eine angenehme Diskussion entstanden, die nun kurz zusammengefasst wird. Eine längere Zusammenfassung findet sich angeheftet in der Diskussionsgruppe. Blockbuster sind technisch aufwendige, finanziell erfolgreiche und besonders populäre Filme – eine vage Definition. Ich hatte in meinem Text über Italowestern Blockbuster ein „horrendes Phänomen“ genannt. A. kritisierte daraufhin die pauschale Beurteilung der Kunst, zu der Blockbuster gehören, als „politisch“, was dazu führe, dass die Kritik der Ästhetik zu kurz käme. Doch die Filmindustrie hinter den Blockbustern seien es schließlich, die die Filme zu politischen, ideologischen und moralisch-normativen Mitteln mache, meinte ich. Wir kamen zu der Übereinkunft, dass alle Filme eine ästhetische, sowie eine ideologische Kritik verdienen, und sich die beiden nicht gegenseitig ausschließen sollten. Blockbuster fallen unter die Kategorie „Kunst“ und sollten daher nicht pauschal bewertet werden. Sie verdienen, dass der Zuschauer sie emotional an ihn heranlässt, ohne die Wirkung als „gut“ oder „schlecht“ zu bewerten. Ebenso verdient der Blockbuster eine differenzierte ideologische Kritik, die über die einfache Darstellung im Film hinausgeht. Wir brauchen keine „revolutionäre Säuberung“ der Kulturindustrie, aber das hat auch nie jemand behauptet. Unterschiedlicher Meinung blieben wir bei der Gefahr, die von Blockbustern ausgehen – in Zeiten von Trump. A. glaubt, dass Kulturkritik den Mut haben sollte, sich mit allen Aspekten des Films gleichwertig auseinanderzusetzen, während ich den Kulturellen Überbau für zu massiv dafür halte, und eine pauschale Ablehnung ein nützliches, wenn auch gefährliches Instrument ist, sich nicht von ihr einnehmen zu lassen.