13.11.2019 — Welt
Während auf Sardinien in der Altsteinzeit besonders Obsidian als Werkstoff verwendet wurde, kamen mit der Jungsteinzeit ab 8000ya vor allem Steine zum Einsatz, wie sie überall auf der Welt zu finden waren. Ab 6700ya bildete sich die Bono-Ighinu-Kultur heraus. Die Lebensweise war hier wohl besonders von der Landwirtschaft und der Kunst des Backens geprägt. Bereits damals wurden als Grabstätten die sogenannten "Domus de Janas" ("Häuser der Feen") in den Fels gehauen. Diese Tradition hielt 2000 Jahre lang und heute sind noch etwa 1000 dieser Grabkammern erhalten. Während der Ozieri-Kultur von 4000 v.Chr. bis 3200 v.Chr. wurde diese Technik verfeinert. Während der Zeit nahmen Zahl und Größe der Dörfer zu und die Menschen formten immer mehr das Land. Unter der Ozieri-Kultur wurden wohl auch freilebende Stiere gezähmt, in dessen Folge Wandbilder von Stiergottheiten überliefert sind. Außerdem gibt es hier die typischen Venus-Figurinen. Neben den "Domus de Janas" wurden Menhire, große aufrechtstehende Monolithe an den Totenstätten aufgestellt. Hier, wie in der Keramik sind eindeutige Einflüsse aus Südfrankreich zu erkennen. Die Menschendarstellungen erinnern eher an kretische und kykladische Symbole. Nichtsdestotrotz sind die frühen sardischen Kulturen eigenständig entstanden.