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14.03.2020

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Nicht vergessen! Mit der Schnurkeramik-Kultur (nicht zu verwechseln mit der Bandkeramikkultur) begann um 2900 v.Chr. in der Kupfersteinzeit eine ideologische Revolution in Mitteleuropa. Das riesige Gebiet vom Rhein bis zum Dnjepr und von den Alpen bis Südschweden hatte eine fast einheitliche Kultur. Tonangebend während der Schnurkeramik-Kultur war wahrscheinlich das Aufkommen einer Religion. Anders als zuvor bestimmte die Religion nun den Lebensablauf der Menschen, so wie es bis heute der Fall ist. Erstmals wurde Religion zu einem Werkzeug einer Raum einnehmenden Ideologie. Die Gemeinschaft war nun von strengen Normen bestimmt, die die entstandene Hierarchie wohl legitimieren sollte. Das spiegelt sich besonders in der Begräbniskultur wieder: die Menschen wurden unter Grabhügeln (von klein bis groß) in West-Ost-Richtung in Hockerstellung begraben. Es wurden nur Gräber der Oberschicht gefunden, für die diese Regeln gegolten haben. Als Grabbeigaben wurden nur noch Statussymbole mitgegeben und keine lebensnotwendigen Alltagsgegenstände mehr. Die Jenseitsvorstellung war also sehr ausgeprägt. Wahrscheinlich kam zu dieser Zeit auch zum ersten Mal eine eindeutige geschlechtliche Rollenverteilung in die schwache Frau und den starken Mann auf. Ab 2500 v.Chr. bildeten sich regional unterschiedliche Formen der Schnurkeramik-Kultur heraus, aus der die späteren Völker und Kulturen entstanden.