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14.05.2020 — USA / Afrika / Welt

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Nicht vergessen! Entgegen allgemeiner Annahme war die Regierung von Biafra nicht ein von Rebellen kontrollierter Zusammenwurf, der unfähig wäre zu regieren. General Ojukwu, das Gesicht Biafras war der Sohn des reichsten Mannes von Afrika, der mit umgerechnet 4Mrd$ auch zu den reichsten Menschen der Welt gehörte. Dementsprechend hatte Ojukwu seine Bildung in Oxford genossen und hatte bereits in jungen Jahren ein beachtliches Vermögen angehäuft. Ihre Taktik gegen Nigeria war zunächst von Erfolg gekrönt. Eine Arbeitsgruppe von Schriftstellern und Künstlern malte Propaganda-Karikaturen, die in ganz Nigeria Anklang fanden, und schließlich auch jenseits der Grenzen Afrikas. Die Biafra-Story wurde zur Titelgeschichte in den westlichen Medien, auch wegen der damaligen Friedensbewegung, die ursprünglich gegen den Vietnam-Krieg entstanden war. Am 29. Mai 1969 setzte sich ein Student der Colombia-University Bruce Mayrock vor dem Hauptquartier der UNO in New York City selbst in Brand, um gegen die Biafra-Politik Nigerias zu protestieren, die er einen Genozid nannte. Daran starb er. Als der Druck der eigenen Bevölkerung immer größer wurde, entschieden sich die westlichen Unterstützerstaaten Nigerias für eine neue Strategie, die sich die Friedensbewegung sicher nicht so vorgestellt hatte. Großbritannien und die USA lieferten noch mehr Waffen und Militärausrüstung, um den Krieg zuendezubringen. Die Operation Tail-Wind begann in der letzten Dezemberwoche 1969 unter der Führung von Olusegun Obasanjo, der später zwei mal zum Präsidenten Nigerias gewählt werden würde. Nach drei Wochen war die Offensive erfolgreich beendet und General Ojukwu floh in die Elfenbeinküste. Sein Vize Philip Effiong erklärte am 14. Januar 1970 den Truppen Gowons die Kapitulation. Gowon verkündete die Nationale Versöhnung und den Neuaufbau Nigerias.