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15.10.2019 — Europa / China / Indien

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In Ostasien hat das Ende der Eiszeiten wie in Europa zum Verschwinden der grasenden Herden von Großtieren geführt. Am Rand der neuen großen Waldgebiete in China entlang der Täler des Huanghe (Gelber Fluss) und des Jangtsekiang (Langer Fluss) begann, offenbar getrennt voneinander und ungefähr zur gleichen Zeit wie im fruchtbaren Halbmond, der Anbau von Kulturpflanzen. Im Norden wurde Kolbenhirse und Rispenhirse, im Süden Reis domestiziert. Wilde Reisarten wurden bereits mindestens 14.000ya von Indien bis China geerntet. Die ältesten Funde von domestizierten Reis sind 9500 Jahre alt. Das Ursprungsgebiet der südlichen Agrarwirtschaft liegt wohl südlich im Tal des Perlflusses. Bald nach der Domestikation des Reis bildeten sich zwei Unterarten heraus: Rundkornreis und Langkornreis. Nicht viel später wurde die proteinreiche Hülsenfrucht Soja und Hanf zur Öl- und Faserproduktion domestiziert. Die Zitrone folgte kurz darauf. Nutztiere wie Schweine, Hühner, Enten und Gänse haben hier ihre Wiege und wie die Rinder im Nahen Osten, wurde hier der domestizierte Wasserbüffel als Zug- und Pflugtier gebraucht. Außerdem domestizierte man hier schon früh Seidenraupen zur Herstellung von Kleidung und für sie legte man Gärten mit Weißen Maulbeerbäumen an. Der aufwendige Reisanbau prägt noch heute das Gesicht Ostasiens und schon früh begann man mit der Terrassenfeldwirtschaft. Doch seine herausragende Stellung erhielt der Reisanbau erst vor 1800 Jahren.