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18.02.2020

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Nicht vergessen! "Größe: 1,78m. Brustumfang: 85. Taille: 62. Hüfte: 92. Schuhgröße: 40. Haare: Kastanienbraun. Augen: Haselnuss." So wurde das französische Top-Model Ines de la Fressange vor einem Fernseh-Interview vorgestellt. Neben den offensichtlichen Problemen, die dabei ins Auge springen, war sie allerdings noch 1,81m. Mit ihren kurzen Haaren war sie die erste Frau seit den 1950ern im Modegeschäft, die die Grenzen zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit zumindest ansatzweise verschwimmen lassen konnte. Als Karl Lagerfeld Anfang der 1980er die Führung von Chanel übernimmt, findet er in ihr das perfekte Gesicht des Hauses. In ihrer Zusammenarbeit schaffen sie aus ihr eine positive Mode-Botschafterin, die für Androgynität, Eleganz und Intelligenz steht. Sie unterzeichnen einen 7-Jahresvertrag auf 300.000$ im Jahr. Auch das ein absolutes Novum im bisher relativ freiem Markt. Mit der neuerrungenen Persönlichkeit wird das Supermodel zum Gegenstand öffentlichen Lebens. Doch die Emanzipation, die Ines auch in TV-Shows beweist passt Karl Lagerfeld nicht und er kündigt ihr den Vertrag. Zur selben Zeit setzt der noch sehr junge Jean-Paul Gaultier auf eher ungewöhnliche Typen, wie Farida Khelfa. Eine offensichtliche, normative Schönheit besteht nicht mehr. So hart es klingen mag, aber im Trend liegen ab etwa 1984 Brünetten mit großen Mündern.