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19.03.2020

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Nicht vergessen! Die Sumerer in Mesopotamien waren zu jeder Zeit Meister des Getreideanbaus von Gerste, Weizen, Hirse und Emmer. Sie waren es, die diese Getreidesorten erschufen und durch Züchtung den relativ widrigen Umständen anpassten. Noch Herodot schrieb 2500 Jahre später voller Bewunderung, die Ernte sei 200× größer als die Aussaat. Zusammen mit Gemüsebau, Dattelwirtschaft und insbesondere der effizienten Wasserwirtschaft konnte der trockene Boden Millionen ernähren. Die Bewässerung brachte zusätzlich fettes Weideland hervor, auf denen stattliche Herden von Ziegen, Schafen und Rindern grasten. Die Herausforderungen am Euphrat und Tigris waren auf jeden Fall ganz anders, als am Nil, wo die dunkle, fruchtbare Schlammschicht der Nilfluten die ägyptische Hochkultur förderte. Denn diese Schlammschichten gab es in Mesopotamien nicht so ausgeprägt. Die Umstände zur Entstehung der mesopotamischen Kulturen, allen voran der Sumerer waren demnach widriger. Die Sumerer waren kleine Menschen mit breitem Gesicht und großer Nase, die vermutlich im 4. Jahrtausend v.Chr. aus Zentralasien einwanderten und die einheimischen Bauern unterwarfen. Als die älteste Stadt der Sumerer gilt Eridu, das damals noch an einer Lagune am westlichen Ende des Persischen Golfs lag. Das benachbarte Ur und Uruk lagen am Euphrat, vermutlich als größte Städte im 3. Jahrtausend. Mit der Vergrößerung des Siedlungsbereiches gegen Norden hin entwickelten sich neue, lebensstarke Gemeinden, wie Lagasch, Umma, Nippur und später Babylon. Die Städte und die sie umgebenden Dörfer wuchsen zu Stadtstaaten und später zu Gottesstaaten zusammen. Die staatliche Ordnung fand sich nämlich im religiösen Glauben ihrer Bewohner.