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19.11.2019 — Europa / Ukraine / Deutschland

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Vor 5400 Jahren schrumpfte die gesamte Bevölkerung Europas, die Mischung aus ehemals anatolischen Bauern und den Ur-Europäern für ganze 500 Jahre. Das Vakuum, das entstanden war wurde zunächst von der Schnurkeramik-Kultur mit ihren verzierten Töpfen und großen Gräbern gefüllt. Doch schon bald entdeckte die Archäologie merkwürdige Gene der damaligen Europäer entlang der Donau. Die neue Art der Individual-Bestattung mit großzügigen Grabbeigaben war in Europa neu, nicht jedoch 1300 Kilometer weiter östlich in der Jamnaja-Kultur der Ukraine und Südrusslands. Ihre Mitglieder waren Nomaden, die auf Wagen hinter Rinderherden herzogen. Um 2800 v.Chr. machten sich die Jamnaja auf den Weg nach Westen auf der Suche nach besseren Weiden und so verbreitete sich auch ihr Totenkult. 300 Jahre später erlebten die damaligen Europäer den Todesstoß und anders als 5400ya wissen die Archäologen den Grund. Die etablierte Bevölkerung (rund sieben Millionen) mit ihrer ausgeprägten Kultur (Stonehenghe) wurde, auch in Deutschland zu 70% oder gar 100% ersetzt. Denn wieder brachten die Neuankömmlinge die Pest mit, gegen die die Europäer keine Chance hatten. Der selbe Pesterreger _Yersina pestis_ tötete übrigens im 14. Jahrhundert die Hälfte der mittelalterlichen Europäer und letzte Woche zwei Einwohner Pekings. Die Schnurkeramik-Kultur brach schnell zusammen. Die Gene der Jamnaja-Nomaden machen rund 50% des europäischen Genpools aus und sie sind es, von der unsere gesamte Kultur abstammt. Sie brachten domestizierte Pferde mit, innovative Waffen und die Fähigkeit Kupfer herzustellen, was der erste Schritt in Richtung der Bronzezeit war. Außerdem gaben sie uns unsere Sprache. Die Jamnaja sprachen was wir heute Proto-Indoeuropäisch nennen, von der alle Sprachen Europas und viele Südasiens abstammen.