21.10.2019
Die älteste Darstellung eines Paares, das Sex hat stammt von 9000 v.Chr. und wurde nahe Bethlehem gefunden. Es ist eine Skulptur aus runden Flussgestein, in der zwei Körper ineinander verschlungen sind. Deutliche Gesichter sind nicht auszumachen und auf den ersten Blick scheint das Kunstwerk wie ein grauer Durchschnitts-Stein. Doch wenn man sie dreht und wendet verändert sich ihre Erscheinung komplett: von der einen Seite erkennt man die verschlungenen Gestalten, von der anderen Seite sieht es wie ein Penis aus, von einer anderen wie eine Vagina und von noch einer weiteren wie Brüste. Ein zentraler Wandel durch die Erfindung der Landwirtschaft war Sesshaftwerdung und damit veränderte sich das gesamte Familienbild drastisch. Fortpflanzung wurde zu Sex. Der Bildhauer gehörte zu einem Volk, das wir heute die Natufier nennen und die lebten in Höhlen, wo auch die "Liebenden von Ain Sakhri" gefunden wurden. Es ist keine bloße Vorstellung von Fruchtbarkeit, symbolisiert durch eine Venus-Figur, sondern die Abbildung der neuen jungsteinzeitlichen Realität.