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22.06.2020 — USA / Nigeria / Afrika

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Nicht vergessen! Babangidas Regierung hatte Nigeria nicht vor dem Kollaps durch die Erdöl-Rezession gerettet. 1987 war Nigerias diplomatischer, wirtschaftlicher und auch kultureller Ruf am Boden. Afrika wurde der "Kontinent der Coups" genannt (70 Putschs in 20 Jahren), und das unter reger Teilhabe der sechs Coups in Nigeria. Während sich die gesamte Welt in Kalten Krieg eine Militarisierung gegen einen äußeren Feind leistete, war die Militarisierung der meisten Länder Afrikas, die europäischen und US-amerikanischen Waffenkonzernen zugute kam, ziellos. So bekamen die Armeen des Kontinents immer mehr Macht, die sie nicht gegen einen äußeren Feind richten konnten, da es kaum internationale Kriege gab. Die Militärs richteten die Waffen daher in die Brennpunkte der Innenpolitik. Viele Regierungen waren durch einen Militärputsch an die Macht gekommen. Es verwundert daher nicht, dass viele außenpolitische Forderungen an den Westen militärischer Art waren. So forderte der nigerianische Außenminister Akinyemi im September 1987 eine eigene Atombombe, um "das rassistische Monopol der Nuklearmächte" zu beenden. Auch finanzielle Forderungen wurden von den USA und Europa in den Wind geschlagen. 1991 forderte Babangida 30.000$ Entschädigung pro Afrikaner, der in den vergangenen Jahrhunderten verschleppt und als Sklave in die Neue Welt gebracht wurde, da das Chaos des Sklavenhandels den Kontinent um Jahrhunderte in seiner Entwicklung zurückgeworfen habe. Die 330 Milliarden $ wurden von den größten Sklavenhandelsnationen USA und Niederlande nicht ausgezahlt.