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22.10.2019

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Das älteste Objekt aus Kupfer ist ein 2,5cm langer Schmuckanhänger aus Malachit, der in einer Höhle bei Shanidar im Nordirak gefunden wurde und vor 11.000 Jahren entstanden ist. Sämtliche Metallerze waren den größten Teil der Menschheitsgeschichte unbenutzt geblieben, sogar das Gold, das man ganz einfach aus Flüssen und Bächen nehmen konnte. 9000ya wurden in Çayönü Tepesi hunderte kleine Malachit-Artefakte angefertigt, 8500ya wurden im bulgarischen Lepenski Vir Schmuckanhänger aus Malachit benutzt. Ebenfalls aus der Zeit sind Kupferperlen im west-iranischen Ali Kosch bekannt. Aus Çatalhöyük sind erste Kupferschlacken, also eine fortgeschrittene Verarbeitung des Metalls von 8000ya bekannt. Auch im nördlichen Mesopotamien häufen sich zu der Zeit Kupferartefakte mit 10%igem Eisenanteil. In Samarra findet sich um 4800 v.Chr. ein erstes reines Eisenobjekt, 200 Jahre später weitere in Zentraliran. Ob es sich um Eisen aus der Erde oder von Meteoriten handelt ist unklar. Diese lange Experimentierphase, auch "metallurgische Frühzeit" genannt dauerte also gut 5000 Jahre. Die Auswirkung des Metallgebrauchs blieben zunächst unerheblich. In Mitteleuropa begann die metallurgische Frühzeit erst 7000ya. Im Vorderen Orient begann die entwickelte Metallurgie, heißt untertägiger Bergbau, mechanische und thermische Aufarbeitung der Erze, Verhüttung und Guss. Das Kupfer wurde in seinen Anfangsjahrzehnten sicher ausschließlich als Luxusgegenstände oder für Zeremonien genutzt, erst später kam der praktische Nutzen hinzu, wobei das Metall trotzdem rar blieb.