Seite wird geladen …
NACHRICHTENvon Gestern und Heute
← Nachrichten

23.08.2020

1Meldungen
0Quellen
0Orte
2 minLesezeit
Meldung 01 von 1

Nicht vergessen! (Bayern-Reise 14) Der römische Limes verlief im Altmühltal, einer der besonderen Regionen Bayerns. Die Landschaft des Altmühltals hat eine 150 Millionen Jahre alte Geschichte und begann in der Jura-Zeit, als große Teile Europas von Meer bedeckt waren und in den Tropen lagen. Im Wasser der riesigen Jura-Lagunen gab es einen hohen Kalk-Anteil, wodurch die Fossilien von Tieren und Pflanzen aus der Zeit besonders gut erhalten sind. Versteinerte Fische und Muscheln in Gebirgen und auf Festland galten noch im frühen 19. Jahrhundert als Beweis für die Sintflut. Vor 115 Millionen Jahren lebte hier zum Beispiel ein Archäopterix, der heute versteinert ausgestellt wird und als "Missing Link" zwischen Reptilien und Vögeln heute als Gegenbeweis zur Sintflut-Theorie gilt. Die Römer also bauten als erste im Altmühltal den Kalkschiefer aus der Jura-Zeit ab. Allerdings nicht, um daraus den Limes zu bauen - der war aus Holz - sondern, um ihn zu Bodenplatten für die Thermen zu schlagen. Kalkschiefer ist hart, aber eben auch dünn und zerbrechlich und musste daher von Hand abgebaut werden. Bis heute hat noch niemand eine Maschine erfunden, die menschliche Vorsicht übertroffen hätte. Also gibt es bis heute sogenannte Hackstockmeister, die mit ihren Fingern, Händen und Ohren in den Steinbrüchen die Qualität des Steines ermessen und spalten. Und dieser Beruf stirbt nicht aus! Seit 2003 haben sich die Zahlen der Berufsschüler in der Naturwerksteinmechanik verdreifacht. Und mit was die Steinbrecher des Altmühltals steinreich geworden sind... das erfahrt ihr nach der nächsten Maus. Tok Tok Tok Tok Tok. Pling Pling. Flupp. Pling. Flupp. Hm. Quack Quack Quack.