27.10.2019
Vor 10.000 Jahren war die Sahara noch viel grüner und wirtlicher. Sogar so menschenfreundlich, dass man in der "Schwimmerhöhle" im heute knochentrockenen Sahara-Hochplateua Gilf el-Kebir jahrtausendealte Höhlenmalereien von schwimmenden Figuren erkennt. Auch weitere Felsmalereien bis 4000 vor Christus und die Klimaforschung bezeugen günstigeres Klima für eine reiche Flora und Fauna, wie Elefanten, Strauße, Gazellen und Viehmärkte. Hier in der östlichen Sahara kam es also ebenfalls zu einer Erfindung der Domestikation von Rindern. Wildbeuter wurden zu Hirtennomaden, die sich an der Savannen-Sahara ihr Leben verdienten. Später kamen für sie auch noch Ziegen und Schafe hinzu, die jedoch aus dem Fruchtbaren Halbmond eingeführt wurden. Der Wandel von einer fruchtbaren Graslandschaft zu der Steinwüste Sahara, wie wir sie heute kennen erfolgte zeitgleich mit dem Ende der letzten Eiszeit. Die vielen Menschen die damals dort lebten wanderten wahrscheinlich an das Ufer des Nils ab oder starben aus. Laut einer Theorie waren die ungewöhnliche Menge an Menschen und die Fruchtbarkeit des Niltals die beiden entscheidenden Faktoren für den Erfolg der altägyptischen Hochkultur. Die Ägypter damals waren übrigens sehr dunkelhäutig und entsprachen nicht dem Bild späterer Abbildungen. Die Sahara war schon vor der letzten grünen Periode Klimaschwankungen ausgesetzt, die sie zeitweise grüner machten. Leider reicht der aktuelle menschengemachte Temperaturanstieg bereits aus, dass die Sahara nicht wieder ergrünen wird. Das hätte frühestens in 3000 Jahren wieder stattgefunden.