29.10.2019 — Europa / Dänemark
Unsere Kenntnisse über den mittelsteinzeitlichen Mensch in Europa stammt vornehmlich auch Nordwesteuropa, besonders von Funden aus Dänemark. Denn hier wurden viele Gegenstände in Mooren konserviert. Obwohl die Kaltzeit gerade erst vorbei war, herrschten damals in Nordwesteueropa teilweise höhere Temperaturen als heute. Die reichen Jagdgründe konnte eine Vielzahl an Menschen ernähren. Die riesigen Gletscher der Kaltzeit hinterließen tausende große Seen und Teiche. Hier wurde wohl vor um 9200ya das Ruderboot gefunden, von dem ein Paddel am Duvensee gefunden wurde. Ob es sich um Einbäume handelte oder um Rindenboote ist unbekannt. Die Bewohner fischten mit Zackenharpunen, Angelhaken, Netzen und Reusen. Die Seen verlandeten zum Teil und in den riesigen Niederungen siedelten sich Auenwälder an. Aus den archäologischen Funden erschließt sich jedoch, dass dieses Idyll nicht auf die Friedfertigkeit der Bewohner abfärbte. Von damals sind nämlich Auseinandersetzungen bekannt. Das Gebiet war so attraktiv, dass in bis zu sechs Einwanderungswellen immer mehr Stämme das Land belasteten. Dementsprechend waren die Siedlungen auf Schutz und Sicherheit aus. Diese fanden sie inmitten der Moore, wo sie leichte Schilfhäuser errichteten. Diese errichteten sie auf herbeigetragenem Sand. Ständig musste der Boden aus Sand, Rinde und Astwerk erneuert werden, damit die Siedlungen nicht im Moor versinken. Wegen der relativen Kurzlebigkeit der Siedlungen ist eine ungewöhnlich hohe Anzahl der Funde bemerkbar.