31.12.2020 — Welt
Persönlicher Jahresrückblick 2020.
2020 war das erste Jahr, in dem ich meinen Nachrichten- und Weltgeschichten-Inhalt nicht nur auf WhatsApp Freunden und Familien zur Verfügung gestellt habe, sondern auch Wildfremden. Dementsprechend war das Wachstum meiner Leserschaft – euch – enorm. Im Januar waren es 90 bis 100 Leser*, heute sind es insgesamt über 2500. Das ist nicht spurlos an dem Kanal vorbeigegangen und hatte beinahe ausschließlich positive Auswirkungen. 1. Der größte Fortschritt war bestimmt die Verlinkung meiner Quellen, die auf Telegram wunderbar möglich ist und auf WhatsApp zumindest mit dem Kürzel in Klammern nach der Nachricht angedeutet wird. Dadurch könnt ihr besser nachvollziehen, woher meine Quellen stammen. 2. Ich kann über die Diskussions-Gruppe mit über 120 Teilnehmern im direkten Austausch mit euch stehen. 3. Dadurch werden meine Fehler bemerkt und üblicherweise sehr schnell an mich weitergereicht, manchmal kontrovers diskutiert. 4. Dadurch entsteht auch eine oft interessante, manchmal leider auch persönlich schmerzhafte Diskussion. Den Mehrwert sehe ich trotzdem, ebenso wie Besserungsbedarf. 5. Das Layout hat sich durch euer Zutun verändert. Jetzt gibt es Leerzeilen zwischen den Stichpunkten und die Nachrichten sind leserlicher. 6. Nicht zuletzt möchte ich mich bei denjenigen bedanken, die ihren Dank für meine Arbeit auch finanziell Ausdruck verleihen! 7. Auch wenn Geschlechterpolitik gar nicht mein Feld ist, glaube ich doch, eine Lösung für mich gefunden zu haben, wie ich in der Sprache eine gewisse Geschlechtergerechtigkeit verdeutlichen kann: Das maskuline Generikum + Sternchen (Leser*). Das ist gut kurz, was für mein Format wichtig ist, zeigt aber auch auf, dass da noch mehr ist, als die männliche Form. Ich weiß, dass das für Viele, vielleicht die Mehrheit nicht ausreichend ist. Für die beste Lösung im gesprochenen Sprachgebrauch halte ich „Leserinnen und Leser“, und dieser gesprochene Sprachgebrauch wird auch zum Einsatz kommen. Da ich ein Freund ständiger Veränderung bin, wage ich einmal das Experiment, ab Januar die Nachrichten des Tages zusätzlich in einer Sprachnachricht vorzulesen. Es gibt wohl schon ziemlich viele Stunden Podcasts im Internet und daher will ich diese Sprachnachrichten möglichst kurz auf bis zu 5 Minuten beschränken. Das hat für euch den Vorteil, dass ihr währenddessen euer Zimmer aufräumen könnt, und ich noch ein paar zusätzliche Informationen geben kann. So werde ich beispielsweise mit Worten benennen, auf welche Nachricht ich mich mit den Datumsverweisen, wie z.B. (20.7,2.9) beziehe, um etwas mehr Kontext herzustellen. Ich kann nicht versprechen, dass ich das jeden Abend durchziehen kann, oder dass ihr meine Stimme mögt, aber dieser Aufwand weniger Minuten scheint es mir doch wert zu sein.
Der Kanal hatte in diesem Jahr einige inhaltliche Schwerpunkte. Begonnen hatte das Jahr mit meiner 2019 gestarteten kleinen Anekdoten aus der Vor- und Frühgeschichte bis hin zur Frühantike, darauf folgten 14 Kurzgeschichten in der Reihe „Aus der Welt gefallen“, ein längerer Abstecher in die Geschichte Nigerias, eine Bayern-Reise und zuletzt eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen des Faschismus. Das Ausmaß dieser inhaltlichen Projekte war natürlich immer davon abhängig, ob ich gerade coronabedingt arbeitslos war, ob ich sozial einen erfreulichen Mehraufwand hatte, unterwegs war, oder stellenweise sogar ansatzweise studiert habe. Ich hoffe, auch im nächsten Jahr nicht nur förmliche Projekte, wie die Sprachaufnahmen, sondern inhaltliche stemmen zu können.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! und einen schönen Abend noch 🌌.