Die vorgeschichtlichen Kulturen in China definierten sich durch die Schnurmusterkeramiken, bei denen Schnüre in den noch feuchten Ton gedrückt werden und dementsprechend Abdrücke hinterlassen. Schon damals lassen sich die beiden Hotspots Südchina und Nordchina ausmachen. Für die Zeit der Erfindung der Landwirtschaft sind erste Wohnstätten und Vorratswirtschaft belegt. Im Süden zogen es die Menschen allerdings noch vor, in den praktischeren Höhlen hausen zu bleiben. Wahrscheinlich löste die Haustierzucht relativ rasch die Jagd ab. Die Region am Gelben Fluss im nordchinesischen Teil gilt als einer der prähistorischen Ursprungsorte von Hochkulturen. Die Huang-Zivilisation am Gelben Fluss konnte, wie die Hochkulturen woanders in der Welt auf die Fluten reagieren, sie regulieren und für ihre Zwecke ausnutzen. Auch am mittleren Yangtse blühten im Neolithikum die Kulturen, wie von etwa 7500 v.Chr. bis 6100 v.Chr. die Pengtoushan-Kultur, die sehr langkörnigen Reis anbaute. Und schließlich findet sich das Hoabinien an der Grenze zu Indien. Für sie ist eine rein bäuerliche Kultur nicht gesichert. In der Mongolei hat es vor der Zeit der Wüstenbildung ebenfalls eine neolithische Kultur gegeben, die einen bäuerlichen Charakter hatte. Auch wenn es kaum noch Spuren von ihr direkt gibt, ist doch bewiesen, dass sich von hier aus ein gewisses Bauerntum bis an den Baikalsee entwickelte.