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Afrikanische Entwicklungsbank

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28.12.2021 — Ostafrika / Westafrika / China

Meldung

1.3.3.1 Eine Währung für Ostafrika In der Ostafrikanische Gemeinschaft ist eine eigene Währung im Gründungsvertrag verankert, und bis 2024 soll eine gemeinsame Währung gegründet werden. Zentraler Unterschied zu Westafrika ist die fehlende Präsenz einer alternativen Währung zum Dollar. In der Region gab es von 1919 bis 1966 bereits einen gemeinsamen Währungsraum, der von der britischen Zentralbank abhängig war. Die Pläne einer neuen ostafrikanischen Währung sehen eine eigene, gemeinsame, robuste Zentralbank vor. Laut dem ehemaligen Vizepräsidenten der Afrikanische Entwicklungsbank ist Ostafrika dazu noch nicht bereit. Wahrscheinlich würde eine solche Währung zu einem großen Teil auf dem Dollar beruhen, weil die ostafrikanischen Zentralbanken heute schon Dollars haben. China ist nicht mächtig genug, um eine ostafrikanische Zentralbank zu bewegen, auch in Yuan zu investieren. Denn es gibt da noch die andere Macht-Komponente jenseits von Währungspolitik: Ostafrika befindet sich im Einflussgebiet des US-Militärs mit drei Basen in Kenia, zwei in Uganda und einer in Burundi. Andere Quellen sprechen von niedrigeren Zahlen, jedoch mit dem Hinweis, dass die Zahlen wahrscheinlich höher seien. So oder so: Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Währungspolitik mit anderen Mitteln. All diese unbeantwortete Fragen bezüglich der Geldtheorie machen es meiner Meinung nach sehr unwahrscheinlich, dass wir in den nächsten Jahren eine gemeinsame Ostafrikanische Währung erleben werden, die wirklich souverän ist. Andererseits sind souveräne Währungen in unserer Weltwirtschaft ohnehin nicht möglich. Langfristig soll jedoch so eine Ostafrikanische Föderation entstehen – eine Föderation, die souverän sein soll. Wie würde die Welt auf solche Souveränitäts-Pläne reagieren? Wie wahrscheinlich ist – auch langfristig – ihre Durchführung?

1.3.3.2 Der Gold-Dinar – eine ernstzunehmende Option? Es ist fraglich, wie afrikanische Staaten, auch als Staatenbunde, eine stabile, souveräne Währung schaffen sollen und worauf ihr Wert beruhen soll. Eine Idee war der „Gold-Dinar“ des libyschen Diktators Gaddafi. Libyen ist das Land mit den weltweit neuntgrößten Ölreserven, deren Verarbeitung für die Industrie noch dazu besonders preiswert ist. Der Gold-Dinar sollte auf den Einnahmen aus dem Ölverkauf beruhen, ähnlich wie der Petrodollar. Diese Währung wäre nicht nur in Libyen eingeführt worden, sondern in ganz Afrika – so der gewagte Plan Gaddafis aus dem Jahr 2009. Der britische Guardian zitierte die US-amerikanische Autorin Brown, dass 2010 bereits große Teile der afrikanischen Regierungen diesem Vorhaben zugestimmt hatten. Der Gold-Dinar wäre somit eine echte Konkurrenz zum Petrodollar geworden, doch im Jahr darauf wurde Gaddafi während des Arabischen Frühlings gelyncht. Sein gewaltiges Vermögen aus den Öleinnahmen ist nun wahrscheinlich in geheimen Konten verschollen. Allein in den letzten Wochen seines Lebens hatte er angeblich 20% der Goldreserven Libyens für 997 Millionen Dollar verkauft. Wäre dieses Geld in der Zentralbank geblieben, hätte es ein ähnliches Schicksal erlebt: Die 90 Milliarden Dollar Auslandsreserven wurden eingefroren. Auch wenn die beiden konkurrierenden Zentralbanken Libyens heute den Anschein machen, sich vereinen zu wollen, machen die anderen aktuellen Ereignisse rund um die abgesagten Wahlen letzten Freitag einen anderen Eindruck. Die Einführung des Gold-Dinars wird mit dem Tod Gaddafis verknüpft, wie im britischen Guardian und im Blog des deutschen Freitags. Dass Gaddafis Unterstützung für den Afrikanischen Währungsfonds und seine Drohung, Öl an China zu verkaufen, die „wahre Übeltat“ gewesen sei, weshalb er zum „Störfaktor“ geworden sei, führte die deutsche Journalistin Dahn in den Blättern für Deutsche und Internationale Politik aus.

17 Quellen

25.12.2021 — Kroatien / Demokratische Republik Kongo / Kongo

Meldung

Fast ein Weihnachtsgeschenk der East African Community Ostafrikanische Gemeinschaft.

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein neues Land einer bereits bestehenden Regionalorganisation beitritt – bei der EU war dies zuletzt 2013 mit Kroatien der Fall. 2022 wird die Demokratische Republik Kongo (Demokratische Republik Kongo) aller Wahrscheinlichkeit nach der EAC beitreten. Kurz vor Weihnachten entschied der höchste Rat der EAC, die Beitrittsverhandlungen mit der Demokratische Republik Kongo zu vollenden. Die Bedeutung des Beitritts eines Landes zu einer Regionalorganisation hängt von der Bedeutung der Regionalorganisation ab, von der Bedeutung des Landes und von dem historischen Kontext. In allen drei Kategorien würde der Beitritt der Demokratischen Republik Kongo zur EAC eine große Relevanz beweisen.

1. Die EAC Die East African Community bestand bereits einmal in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, scheiterte aber und wurde 1999 neugegründet. Ihre Mitglieder sind Tansania, Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi und der Südsudan. Diese Staaten sind, im Gegensatz zu Demokratische Republik Kongo, allesamt anglophon, also englischsprachig. In der Demokratische Republik Kongo ist Französisch die Amtssprache.

1.1 Die Wirtschaftsgrundlagen Ostafrikas Laut der Afrikanischen Entwicklungsbank Afrikanische Entwicklungsbank erleben alle Länder der EAC, bis auf den Südsudan, ein Wirtschaftswachstum. Ruanda sticht dabei als das Land heraus, dessen BIP primär durch Industrie und den Dienstleistungssektor wächst. Auch in Tansania und Kenia ist der Dienstleistungssektor die treibende Kraft, gefolgt vom Agrarsektor. In Burundi ist das Wachstum mit 1,4% am niedrigsten, wegen politischer Instabilität und US-Sanktionen, in Ruanda mit 9,5% am größten. Gleichzeitig sind Burundi und Ruanda die beiden Länder, in denen die Armut als „extrem hoch“ eingestuft wird. In allen Ländern besteht eine Ernährungsunsicherheit. Dort sind also >25% der Bevölkerung unterernährt. In der Demokratische Republik Kongo ist die Ernährungs-Situation laut Welthunger-Index 2021 „gravierend“, in Burundi und dem Südsudan „sehr ernst“, in Uganda, Ruanda, Tansania und Kenia „ernst“. Laut AfDB ist der regionale Wachstumsmotor der Dienstleistungssektor. Er stemmt mit 59% auch den größten Anteil am BIP Ostafrikas, gefolgt vom Agrarsektor mit 25,7% und zuletzt der Industrie + Baugewerbe mit 15%. Zum Vergleich: In Deutschland hat der Dienstleistungsbereich mit 70,4% ebenfalls den größten Anteil am BIP, doch die Industrie liegt mit 28,9% auf Platz Zwei weit vor dem Agrarsektor mit 0,7%. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Exportzahlen: Während in Deutschland nur 6,8% der Exporteinnahmen aus dem Rohstoffverkauf stammen (17 und ), liegt die selbe Zahl in Ostafrika bei 85,4%. Unter den Ländern Ostafrikas variiert diese Zahl: 99% des Exports aus dem Südsudan ist Rohöl und in Kenia sind 37% der Exportwaren Industrie-Produkte. Kenia ist das einzige Land Ostafrikas, das von der UN nicht zu den am niedrigsten entwickelten Ländern gezählt wird. Dass der Dienstleistungssektor ist Ostafrika der treibende Wirtschaftsmotor ist, bedeutet, dass die größte wirtschaftliche Entwicklung im Inneren dieser Länder stattfindet und laut AfDB nicht von äußeren Einflüssen abhängig ist. Dabei entstehe eine Mittelschicht, die besonders in Kenia, Ruanda und Tansania den Konsum und somit die Nachfrage nach Dienstleistungen fördert. Doch die Produkte, die den Dienstleistungssektor nähren, stammen überwiegend aus dem Ausland. Sie werden also nicht in Ostafrika produziert, sondern müssen importiert werden. Die Importe werden in US-Dollar bezahlt. Das Dollar-Kapital, mit dem dieser Import finanziert wird, kommt zu einem signifikanten Teil aus dem Rohstoffexport und somit ist die Aussage der AfDB, der Dienstleistungssektor sei der Wirtschaftsmotor Ostafrikas irreführend. Die Abhängigkeit vom Dollar und die Abhängigkeit vom Weltmarkt spielen auch sehr wichtige Rollen. Nichtsdestotrotz nimmt auch die lokale industrielle Verarbeitung von Gütern zu. Der Bau der entsprechenden Fabriken wird allerdings auch in US-Dollar bezahlt – ein Problem, zu dem wir später noch zu sprechen kommen.

8 Quellen

06.12.2021 — Südafrika / Uganda

In Kürze

Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank Afrikanische Entwicklungsbank Adesina (27.8.20) kritisiert Reiseverbote von USA und EU als "Apartheid".

12 Quellen

27.08.2020 — Russland / Libanon

Meldung

Nigerianer Adesina als Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank Afrikanische Entwicklungsbank wiedergewählt; Ethikkommission entkräftigte Korruptionsvorwürfe gegen ihn; US-Finanzminister Mnuchin ist gegen Adesina gewesen, da er u.a. während Corona zu schnell Sozialkredite vergeben habe, was zur afrikanischen Schuldenkrise beitrage (bbc).

0 Quellen