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13.01.2020 — Polen / Iran / Welt

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Nicht vergessen! Mit den Anfängen der Töpferei wurden mehrere Techniken erforscht, die Keramik sich gleichmäßig die Höhe aufbauen zu lassen, sodass ein Gefäß mit möglichst viel Fassungsvermögen entsteht. Dazu wurden vor 7000 Jahren in der Indus-Kultur und vor 5000 Jahren von den Sumerern die sich schnell drehende Töpferscheibe erfunden, wie sie heute noch Verwendung findet. Die Mechanik hinter dieser Entdeckung erkennend wurde zeitgleich das Wagenrad erfunden. Im vierten vorchristlichen Jahrtausend wurde in Mesopotamien und im heutigen Polen etwa gleichzeitig das Rad erfunden. Zuvor hatten die Menschen schwere Lasten mit umständlichen Geräten gehoben, getragen, auf Schlitten oder Stangen bewegt. Die ersten Wagenräder, die sich um ihre eigen Achse drehten waren Scheibenräder aus Holz. Die waren aus aneinandergelegten Holzbrettern so geschnitten worden, dass sie zusammen einen Kreis ergaben. Zur Verstärkung der Räder wurden sie mit Nägeln aneinander befestigt. Die deutlich geeigneteren Speichenräder wurden im 2. Jahrtausend v.Chr. im heutigen Iran erfunden und etwa ab diesem Zeitpunkt fand eine größere Verbreitung über die Grenzen der Hochkulturen hinweg statt. In Streitwagen, wie wir sie aus den Asterix-Comics kennen, fand das Rad relativ schnell seinen militärischen Zweck. In der Neuen Welt wurde das Räderwerk zwar für Darstellung ihrer Kalender, an Spielzeug und als Zahnräder verwendet, jedoch nie als Wagenrad, was auch daran liegt, dass die kulturellen Hotspots entweder in den hohen Anden lagen oder von tropischem Regenwald umgeben waren, die Nutzung eines Wagens also sowieso fast unmöglich war. Das durften auch die Conquistadoren lernen.