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16.01.2020

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Nicht vergessen! Der zwar sehr fruchtbare, aber versumpfte Boden des Niltals zwang früh zum Zusammenschluss der Bewohner. Um Ackerland zu schaffen mussten sie Deiche und Kanäle anlegen, die Wasserversorgung gerecht regeln, die Felder nach dem Rückgang der Flut alljährlich neu abgrenzen und verteilen. Ein Siedeln in weit auseinanderliegenden Siedlungen war nicht möglich und es entstanden die 42 charakteristischen Dörfer. Die so entandenen 42 Gebiete spielten in der weiteren Geschichte Ägyptens eine bedeutende Rolle. Sie gaben Anlass zu einer gesellschaftlichen Gliederung, an deren Spitze Häuptlinge standen. Da jedes Gebiet seinen eigenen Gott hatte, gab es auch in der späteren ägyptischen Mythologie eine ausgesprochene Göttermenge. Die stabile Ernährungssituation und aufkommender Handel führten dazu, dass die Gebiete sich zusammenschlossen zu den zwei großen Reichen Oberägypten und Unterägypten. In Oberägypten (das ist die südliche Hälfte) hielten die Nomaden die Oberhand, die nur in geringem Maß Ackerbau betrieben. In Unterägypten (die Hälfte, die letztlich im Delta endet, das ins Mittelmeer mündet) kam es zu festen Niederlassungen. Da die Bauern Oberägyptens Sicherheit genießen konnten, bauten sie keine besondere Macht-Kultur auf, im Gegensatz zu ihren nomadischen Nachbarn im Süden, deren Leben ein Kampf war, und die den Norden schließlich übertrumpften. Dieses Einheitsreich wurde also von einer Elite und einem König aus Oberägypten (Süden) geführt.