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17.04.2020

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Nicht vergessen! Der legendäre Tausendsassa Empedokles von Agrigent wirkte ab dem Jahr 450 v.Chr. in Akragas (Agrigent) auf Sizilien. Er nahm als Anhänger der pythagoräischen Schule bezogen auf die Entstehung und die Beschaffenheit der Erde vier unvergängliche Urstoffe an: Feuer, Erde, Wasser und Luft, die mal in Harmonie vereinigt sind, mal im Streit sich trennen. Es entstehen im ewigen Wechsel Bildungen und neue Bildungen, die wieder vergehen. Empedokles, der Siziliens großen Vulkan, den Ätna, und dessen Lavaströme sehr genau kannte, schrieb die Entstehung der Gesteine, der Berge und Schluchten allein dem unterirdischen Feuer zu, dem er eine große Ausdehnung, sowie die Hauptrolle bei der Bildung der Erdoberfläche zudachte. In diesem Zusammenhang bildete er auch eine biologische Theorie über die Vorstellung der Entstehung des Lebens auf der Erde, die Aspekte der Evolution beherbergt. Eine zentrale Rolle spielen in seiner Philosophie ethische und religiöse Überzeugungen, die eng mit seiner Lehre von der Reinkarnation verknüpft sind; im Mittelpunkt steht die Forderung nach Gewaltlosigkeit. Neben seiner Tätigkeit als Naturphilosoph war er ein einflussreicher Politiker aus einer reichen Oligarchen-Familie in Akragas. 472 v.Chr. war der Tyrann Theron in dieser griechischen Kolonie gestorben, worauf nach einem Jahr die Politik der Stadt gänzlich neu ausgerichtet werden musste, da Therons Nachfolger und Sohn Thrasydaios sich als unnütz erwies. Angeblich wurde Empedokles die Königswürde angeboten, die er jedoch ablehnte. Stattdessen setzte sich die Idee einer demokratischen Staatsordnung durch. Die pro-demokratische Bewegung erreichte die Auflösung einer Organisation, die als „Versammlung der Tausend“ bezeichnet wurde und wohl oligarchische Ziele verfolgte. Die politische Spannung blieb bestehen und so musste Empedokles ins Exil auf die Peloponnes, wo er starb.