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12.10.2020 — USA / Europa / Frankreich

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Früher Faschismus in Europa In den 1920er Jahren gab es weitere faschistische und nationalsozialistische Bewegungen in Frankreich, Belgien, der Tschechoslowakei, Litauen, der Ukraine und Österreich, aus der jener Tagelöhner als Führer des Großdeutschen Reiches aufstieg, der zur wohl bekanntesten Person des 20. Jahrhunderts wurde. Als sich in den 1930er Jahren in mehreren europäischen Ländern ein faschistisches Regime etabliert hatte, ergaben sich auch gleich schon erste Differenzen. 1934, vor dem spanischen Bürgerkriegs zwischen Sozialisten und Faschisten formulierte es der Führer der spanischen Faschisten noch so: „Italien und Deutschland wandten sich wieder ihrer eigenen Authentizität zu, und wenn wir ebenso verfahren, wird die Authentizität, die wir finden, ebenfalls die unsere sein.“ Das ist ein Bekenntnis zum System des Faschismus, aber auch eine Abgrenzung von den Ergebnissen der anderen Nationen. Die „Authentizität“ ist das völkisch-nationalistische „Über-Ich“ der Nation, dem sich die Bevölkerung hinten anstellen muss und durch das ethnische Säuberungen legitimiert werden. Vergleichbar ist das heute mit der Denkweise „Ethno-Pluralismus“, wie ihn etwa die NPD verfolgt und auch verändert im Begriff der „deutschen Leitkultur“ der AfD und / / / / ihren Platz findet. Damals wie heute wurden die bestehenden (schlechten) Systeme mit populistischen Phrasen und auch Taten kritisiert. So kam auch der „Sozialismus“ in den deutschen National-Sozialismus. Hitler hatte in seinem gesamten Leben nie einen Sozialismus verfolgt, wie Mussolini es beispielsweise getan hatte, und erließ soziale Gesetze nur, um sich der Beliebtheit der wählenden Bevölkerung zu versichern. Das in Kombination mit Macht und Skrupellosigkeit sind verkürzt die Grundböden für Hitlers Aufstieg. Dies ist der europäische Faschismus, der als Exportgut Indien, Chile, Brasilien, Südafrika und bald die USA erreichte. Faschismus, der eigenständig außerhalb Europas entstanden ist, war meistens kurzlebig oder erfolglos. Auch heute noch gibt es Regierungen oder Gruppen, denen man faschistoide Tendenzen vorwirft. (Siehe Teil 2 nächste Woche).

tl;dr: Die Ursprünge des Faschismus liegen in Italien. Er entstand zunächst in Reaktion auf den autoritären, liberalen Kapitalismus, der die Bevölkerung ausbeutete, fand jedoch gegen Ende des Ersten Weltkriegs einen neuen Erzfeind, als der Kommunismus in Europa immer mächtiger wurde. Der Faschismus konnte sich nicht auf dem sogenannten Dritten Weg halten und verbündete sich mit dem italienischen Großbürgertum, dessen er sich später einverleibte. Mussolinis Aufstieg war eine Antwort auf soziale Missstände, schuf aber gleichzeitig im Namen des Wohlstands für das italienische Volk viele Bürgerrechte ab und terrorisierte es. Ähnlich verhielt es sich ein bisschen später in vielen Teilen Europas.

Quellen

  1. Focuswww.focus.de
    https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/nationalsozialismus/hitler-waehrend-tausende-soldaten-ihr-leben-liessen-klagte-er-ueber-pustelchen_id_10828053.html
  2. Nybookswww.nybooks.com
    https://www.nybooks.com/daily/2020/06/22/american-fascism-it-has-happened-here/
  3. Spiegel Onlinewww.spiegel.de
    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/leitkultur-merz-geht-in-die-offensive-a-99435.html
  4. Fuldainfowww.fuldainfo.de
    https://www.fuldainfo.de/lammert-fordert-leitkultur-fuer-deutschland/
  5. Focuswww.focus.de
    https://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/integration-dobrindt-csu-verweigerer-deutscher-leitkultur-gehoeren-nicht-nach-deutschland_aid_562195.html
  6. Sueddeutschewww.sueddeutsche.de
    https://www.sueddeutsche.de/politik/leitkultur-de-maiziere-legt-10-punkte-katalog-fuer-deutsche-leitkultur-vor-1.3484779
  7. Web · Archiveweb.archive.org
    https://web.archive.org/web/20130927100039/http://www.hss.de/fileadmin/media/downloads/ACSP/Grundsatzprogramm_2007.pdf