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19.06.2020 — Nigeria

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Nicht vergessen! Die größte Herausforderung für das Nigeria nach 1982 war der Umgang mit dem 75%igem Preisverfall des Erdöls, von dem die Wirtschaft des Landes abhing. Auch General Muhammadu Buhari konnte diese Herausforderung nach seinem Putsch in der Nacht zu 1984 nicht stemmen. Buharis Wirtschaftspolitik war geprägt vom Bruch Nigerias mit dem Internationalen Währungsfonds Internationaler Währungsfonds. Seine Regierung beklagte, Nigeria sei unter Präsident Shagari zur "Schuldner- und Bettlernation" geworden. Von 1973 bis 1981 stiegen die Ölpreise von 2$ auf 34$, was Nigeria in einen Konsum- und Investitionsrausch stürzte, für das es viele Schulden aufnehmen musste. Mit dem Ölpreisverfall von 1982 konnten groß angelegte Entwicklungsprojekte nicht fertig gebracht und die Schulden nicht mehr beglichen werden. Die Fabriken des Landes arbeiteten 1984 nur auf 1/4 ihrer Kapazität, da für notwendige Importgüter Devisen fehlten. Im August 1985 wurde Buhari von General Ibrahim Babangida aus dem Amt geputscht. Buharis Anhänger glaubten, die Putschisten seien korrupte Machthaber gewesen, die Angst hatten, dem "War Against Indiscipline" zum Opfer zu fallen. Doch Babangida legitimierte seinen Putsch mit Buharis fehlschlagender Wirtschaftspolitik. 1985 war Nigeria wegen vier Gründen am Boden: 1. Das koloniale Erbe ab 1960, 2. Die Ausrichtung der gesamten Wirtschaft auf den Ölboom, 3. Der Erdöl-Preisverfall 1982, 4. Korruption, ausländische Interessen und autoritäre Regime.