Seite wird geladen …
NACHRICHTENvon Gestern und Heute
← Nachrichten

11.10.2019 — Österreich / Europa / Deutschland

1Meldungen
0Quellen
4Orte
3 minLesezeit
Meldung 01 von 1

zottig und gehen jagen, Frauen sind zottig und sitzen mit ihren Kindern vor ihrer Höhle. Frauen kochen, nähen und sammeln pflanzliche Nahrung. Dieses Bild aus Schulbüchern, Romanen, Filmen und Zeitungsartikeln ist natürlich nicht sicher, sonst würde ich dieses *Nv!* nicht so beginnen. Die Geschlechterunterschiede der heutigen Zeit werden vor allem aus dem rechten Lager mit der Annahme gerechtfertigt, es sei schon immer so gewesen. Die Turbulenzen im Geschlechterverhältnis machen prähistorische Geschlechterforschung interessant. Archäologische Funde lassen nicht erkennen, wer sie genutzt hat und es gibt keine bildlichen Überlieferungen. In einem Salzbergwerk bei Hallstatt in Österreich fand man Gräber aus dem frühen Neolithikum. Dabei handelte es sich um eine Werkssiedlung, in der schon damals Salz abgebaut wurde und nach genauer Untersuchung der Skelette fand man heraus, dass sowohl Frauen als auch Männer im Bergwerk arbeiteten. Frauen waren auch körperlich extrem belastet, als sie das Salz, das die Männer aus dem Berg geschlagen haben aus dem Berg heraustrugen. In Stetten an der Donau im Zeitraum von 2700 - 2200 v.Chr. fand man ebenfalls Gräber aus der Jungsteinzeit. In einem lag ein Mann mit starker Beanspruchung des rechten Arms und des Oberkörpers, und Arthrose. In einem weiteren fand man in Hockstellung das Grab einer Frau, die zwischen ihren Armen einen Säugingsskelett hielt. In beiden Gräbern wurden Pfeilspitzen und Werkzeug gefunden, mit dem man z.B. Kleidung herstellen konnte. Die meisten Höhlenbilder wurden ebenfalls von Frauen angelegt. Doch die Darstellungen von Tieren und Jagdszenen ist so genau, dass sie wohl dabeigewesen sein müssen. [27.9. 14:33] Nahuel: *Nicht vergessen!* Das Aurignacien (40.000ya - 31.000ya) war die Menschheitsepoche, in der _Homo sapiens_ und _Homo sapiens neandertalensis_ in Europa Tür an Tür lebten. Gegenseitige Beeinflussung führten zum Entstehen einer Kulturepoche, in der rituelle Religionspraxis erstmals Objekte erschuf und nicht allein die Naturgottheiten anerkannte. Der Löwenmensch von Hohlstein-Stadel in Oberschwaben ist das älteste bekannte Kunstwerk. Die 41.000 Jahre alte Skulptur aus Mammut-Elfenbein ist 31,1cm groß und stellt wohl ein Fabelwesen dar, oder einen Schamanen in dem Fell eines Löwen. Während der letzten Kaltzeit gab es in Deutschland Löwen ohne Mähne, die man auch in Felsmalereien erkennen kann. Besonders ist, dass der rechte Arm vom Körper absteht, also nur über die Schulter mit der Figur verbunden ist. Es hat also viel Geschick und Technik gebraucht, um dieses Kunstwerk herzustellen. Als ältestes Kunstwerk der Welt galt mit 31.000 Jahren lange das Wildpferd aus der Vogelherd-Höhle. Es wurde zusammen mit zehn weiteres Tierfigurinen 1931 aus den Höhlen der Schwäbischen Alb geborgen: ein Mammut, ein Ren, ein Bison, ein Höhlenbär, sowie mehrere Großkatzen. Diese Figuren aus Mammutelfenbein galten in den Riten der Menschen als Beschwörungsmittel, dass die Jäger genug Jagd nach Hause brachten. In der jüngeren Altsteinzeit, das auch Aurignacien genannt wird besiedelte der Cro-Magnon-Mensch Europa, der für die Anfertigung von Kunst wie dieser wohl steinerne Klingen und knöcherne Nadeln benutzt hat. Die Funde aurignaciener Kunst in den Höhlen des Lone-Tals und im Achtal sind Teil des UNESCO-Welterbes. [28.9. 13:41] Nahuel: *Nicht vergessen!* Die Riten der Altsteinzeit setzten sich nicht nur mit dem Überleben durch Jagd auseinander, sondern auch mit dem Ursprung des Lebens an sich. Dabei kam für die mystische Welt des frühen _Homo sapiens_ die eigene Geburt mit der Schöpfung der Welt gleich. Ebenfalls in der Schwäbischen Alb fand man die 35.000 bis 40.000 Jahre alte Mammut-Elfenbein Skulptur Venus vom Hohlefels. Sie ist die weltweit älteste Darstellung des menschlichen Körpers. Dieser Körper hat ausgeprägte weibliche Merkmale, wie große primäre und sekundäre Geschlechtsorgane, sowie einen schwangeren Bauch. Als Symbol für das Leben steht die "Venus" auch für Fruchtbarkeit der Erde und der Menschen. Venus-Figurinen kommen in vielen Kulturen unabhängig voneinander vor.