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Fergana-Tal

14Nachrichten

Nachrichten zu Fergana-Tal

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08.10.2022 — Haiti / Russland / Welt

Meldung

KIRGISISISTAN und Usbekistan beginnen letzte Phase der Grenzziehungsverhandlungen im Fergana-Tal; Kritik an kirgisischem Präsident Zhaparov, da bei Grenz-Kompromiss lokal wichtige Wasserquelle an Usbekistan fallen würde; Grenzstreitigkeiten im friuchtbaren Fergana-Tal eskalieren immer wieder, wie zuletzt zwischen Kirgisistan und TADSCHIKISTAN.

12 Quellen

29.09.2022 — Osteuropa / Ostsee / Kirgisistan

Kirgisistan

Kirgisistan und TADSCHIKISTAN unterzeichnen Abkommen zur Demilitarisierung der gemeinsamen Grenze im Fergana-Tal, wo es in diesem September zu Kämpfen mit dutzenden Toten kam; u.a. soll Militärposten in Vorukh-Exklave geräumt werden; Laut kirgisischem Sicherheitsrat können 140.000 nach Kämpfen vertriebene Kirgisen+ jetzt wieder in die Region Batken zurückkehren; Proteste in Batken gegen Abkommen, da kirgisische Streitkräfte somit nicht mehr kirgisische Landansprüche gegen Tadschikistan durchsetzen würden.

14 Quellen

17.09.2022 — Kirgisistan / Tadschikistan / Bangladesch

Kirgisistan / Tadschikistan

Mindestens 24 Tote bei anhaltenden Kämpfen an kirgisisch-tadschikischer Grenze; werfen sich gegenseitig vor, mit Beschuss in umstrittener Grenzregion Fergana-Tal begonnen zu haben; Beide werfen sich vor, auch zivile Ziele anzugreifen; Kirgisische Behörden evakuieren rund 120.000 Menschen aus Provinz Batken, deren Hauptstadt gestern kurz beschossen wurde; Waffenruhe von heute Morgen brüchig; Fruchtbares Fergana-Tal ist zwischen Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan umstritten, wobei unterschiedliche Interpretationen der Grenzziehung zu Konflikten um Wasserrechte und Land führt, wobei aktuell umkämpfte Grenzstreifen eigentlich nicht als umstritten gelten (NvGuH).

16 Quellen

11.09.2021 — Afghanistan / Kirgisistan / Tadschikistan

Meldung

Das Wasser und die Flucht aus Afghanistan (2/3).

Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan Die zentralasiatischen Staaten Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan, nördlich von Afghanistan, sind in ihrer wirtschaftlichen und politischen Grundstruktur noch sehr von ihrer Rolle als Sowjetrepubliken geprägt. Mit ihren Ressourcen mussten sie zu einem System beitragen, das auf die Sowjetunion, und nicht auf die einzelnen Teil-Republiken ausgerichtet war. Das lässt sich besonders gut bei der Wasserwirtschaft dieser drei Staaten erkennen. Der Fluss Sydarja entspringt in Kirgisistan, fließt durch das mehrheitlich usbekische Fergana-Tal, kreuzt Tadschikistan, durchquert wieder Usbekistan, um dann in Kasachstan nach einem langen Weg in den Überresten des austrocknenden Aral-Sees zu münden. Die ersten drei Anrainerstaaten verbinden mit dem Fluss unterschiedliche Interessen – ein Konflikt, der seit Jahrzehnten im fruchtbaren Fergana-Tal ausgefochten wird. Aber sie haben auch gemeinsame Interessen bezüglich der Stabilität ihrer säkularen Diktaturen. Innere Stabilität mit Repressalien gegen die niedrigen Lebensstandards der Bürgerinnen und Bürger ist dabei oft eine Frage der Innenpolitik. Kooperation kann es im Kampf gegen Dschihadismus und Drogenhandel geben. Kirgisistan erzeugt mit sieben Flussdämmen entlang des Flusses Syrdarja Energie, die 4% des BIPs ausmacht. In Zukunft will Kirgisistan noch mehr Energie nach Afghanistan und Pakistan exportieren. Der Ausbau und die Erneuerung der kirgisischen Wasserkraft geschieht mit Hilfe Chinas. Doch die Einnahmen landen zu oft in den Händen korrupter Machthaberinnen und Machthaber. Insgesamt geht es den Kirgisinnen und Kirgisen wirtschaftlich schlecht, sodass immer mehr Menschen in politischen Gruppen Zuflucht finden, die ihnen einen Ausweg versprechen. Islamisch-Konservative und patriotische Gruppen bekommen seit Jahren Zulauf, aber auch Terrorgruppen, wie der IS (13.10.19). Auch in Tadschikistan sind dschihadistische Strömungen sehr präsent: Der IS ist in den tadschikischen Haftanstalten aktiv, er verübt Anschläge auf Grenzposten und 1/3 der Bevölkerung würde die Einführung der Scharia befürworten – ein Schlüsselversprechen der Taliban. Tadschikistan ist die ärmste ehemalige Sowjetrepublik und 43% der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Die extensive Bewässerung von Baumwolle führt zum Austrocknen des Flusses Pjandsch, auch wenn Tadschikistan über 60% der zentralasiatischen Wasserressourcen verfügt. Um seine Energieabhängigkeit zu mindern, baut auch Tadschikistan seit mehreren Jahren seine Staudämme aus, doch der größte Einschnitt in die Wasserwirtschaft Tadschikistans geschah bereits zu Sowjetzeiten, als am Syrdarja ein Damm errichtet wurde, der den größten See des Landes anstaute. Usbekistan wiederum leidet einerseits unter der geringeren Durchflussmenge durch die Dämme stromaufwärts, andererseits durch kirgisische Gebietsansprüche im Fergana-Tal. Das Fergana-Tal wird überwiegend von Usbekistan kontrolliert und dort findet viel Landwirtschaft statt. Während der Zeit als Sowjetrepublik wurde hier vor allem der Anbau von Baumwolle für den Export gefördert. Noch heute stemmt Usbekistan 10% der globalen Baumwoll-Exporte. Baumwolle benötigt beim Anbau so viel Wasser, dass ihr Anbau in Kasachstan und Usbekistan maßgeblich zur Austrocknung des Aral-Sees beigetragen hat. Das wiederum führte zu Salz- und Staubstürmen. Russland und Usbekistan führen heute abgekühlte Beziehungen, bei denen Russland u.a. als finanzielles Geberland auftritt.

11 Quellen