09.10.2020 — Argentinien / Spanien
In Kürze
Spanien erhebt Notstand für Madrid; 238 indigene Völker in Amazonas bedroht; Lockdown in Jordanien.
Spanien erhebt Notstand für Madrid; 238 indigene Völker in Amazonas bedroht; Lockdown in Jordanien.
FR, Ägypten, Jordanien und DE rufen Israel und Palästina zu Neustart der 2-Staaten-Lösung auf.
FR räumt Flüchtlingslager in Nord-Paris (AJ); 14 Tote bei Fluten in Jemen (AJ); Parlamentswahlen in Jordanien am 10.11 (AJ); Mastermind des Malaysia-Betrugs Low versteckt sich in Macau (AJ); US-Außenminister macht Truppenabzug aus DE offiziell (AJ).
Jordanien verbietet Muslimbruderschaft (1.5.19), die wichtigste politische Bewegung ist und Arabischen Frühling 2011 mittrug; 2015 wurde als Gegenpol Muslimbruder-gemein-schaft gegründet, die Linie der Regierung unterstützt (tN).
Jordanien warnt Israel vor "massivem Konflikt", da Israel plant, Westjordanland zu annektieren; auch EU warnt Israel erneut.
Nicht vergessen! Neben den kriegsprofitierenden Briten waren auch die Franzosen tief im Biafra-Krieg verstrickt. Während die Briten den Norden Nigerias unterstützten, schlugen sich die Franzosen heimlich auf die Seite Biafras. Biafra wurde als Staat von Tansania, Gabun, Sambia, der Elfenbeinküste und Haiti anerkannt. Frankreich hatte bis 1963 die meisten seiner Kolonien in Afrika verloren und war dabei, den Status seiner Weltmacht zu verlieren. Daher bot es sich an, den neuen erdölreichen Staat in Westafrika zu unterstützen. Laut des französischen Präsidenten Charles de Gaulle hatte die Republik Biafra "eine gerechte und noble Daseinsberechtigung". Zusammen mit dem ivorischen Präsidenten Houphouët-Boigny und dem gabunischen Präsidenten Omar Bongo trug de Gaulle zur Verlängerung des Krieges bei, indem er Waffen, Nahrung für das Militär und Söldner bereitstellte. In seiner Rolle als Vertreter Biafras auf der internationalen Bühne klagte Frankreich den Genozid an den Bewohnern Biafras durch Aushungerung an. Neben den genannten Gründen war für Frankreich natürlich auch das Erdöl ein Grund für die Unterstützung Biafras. Der Staat Biafra hatte der französischen Erdölgesellschaft ELF Förderrechte für 7% des biafrischen Erdöls zugesichert, das bisher vom britisch-niederländischen Konzern Shell-BP gefördert worden war. Anfang Juni 1967 war es zum Sechtagekrieg zwischen einer Koalition aus Ägypten, Syrien und Jordanien gegen Israel gekommen, von dem zu Beginn nicht absehbar war, wie weitreich seine Folgen sein würden. Unmittelbare Folge war der Einbruch von Erdölexporten aus Saudi Arabien, Irak, Kuwait, Qatar, Bahrein, Algerien und Libyen, wodurch Europa 1/3 weniger Öl bekam; zudem sperrte der ägyptisch Staatschef Nasser des Suez-Kanal. In Deutschland stammten damals 76% der Erölimporte aus Arabien und dem Iran, in Frankreich 82% und in Großbritannien 73%. Seit der Suez-Krise 1956, bei der es auch einen Ölexport-Stopp gab hatte die Atlantische Wirtschaftsgemeinschaft OECD ein Geheimpapier ausgearbeitet, nach dem die Erdölversorung Westeuropas in einer vergleichbaren Ölkrise durch die USA, Venezuela, Iran und eben Nigeria gedeckt werden sollten. Nun schien es also so, dass Frankreich die Rolle des Zwischenhändlers zwischen Nigeria/Biafra und Westeuropa von den Briten übernehmen wollte. In der nigerianischen Hauptstadt Lagos begannen Proteste gegen Frankreich und weiteten sich bald auf die gesamte nigerianische Diaspora aus, als die Todeszahlen exponentiell anstiegen. Insbesondere in London und New York City demonstrierten Befürworter und Gegner Biafras nicht immer friedlich.
Volk der Samaritaner in Jordanien von Aussterben bedroht, da durch jahrtausendelangen Inzest Immunsystem einiger der rund 800 verbleibenden Angehörigen geschwächt ist, also neben Senioren auch Kinder betroffen sind.
Jordanien hebt Ausgangssperre auf und erlaubt Ladenöffnungen, da Bevölkerung auf Quarantäne nicht vorbereitet war.
UK verhängt Ausgangssperre; Sachsen nimmt Patienten aus Norditalien zur Behandlung auf; mehr Tests gefordert; Jordanien verteilt Brot, Wasser und Benzin; Iran verlängert Hafturlaub von 85.000 Häftlingen bis Mai.
Bisher aktive Massenprotestbewegungen in Algerien, Jordanien und Chile erleben enormen Rückgang.