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Jordanien

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Nachrichten zu Jordanien

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24.10.2019 — Welt / Jordanien / Türkei

Meldung

Mit dem Beginn der Jungsteinzeit erlebte Jericho ab 10.800ya eine erste Zeit der Blüte. Die Domestikation der Getreidesorten Emmer, Gerste und Hülsenfrüchten, Viehhaltung sowie eine ausgiebige Jagd waren die Grundlage für die Errichtung der ersten befestigen Stadt der Welt. Die Stadtbefestigung umschloss ein Gebiet von vier Hektar, in denen Lehmhäuser standen. Um 10.050ya wurde schließlich der Turm von Jericho errichtet, der heute noch existiert. Dieser Steingut ist 8,25m hoch und hat einen maximalen Durchmesser von ca. 8m. Innerhalb des Turms befinden sich die weltweit älteste bekannte Treppe mit 22 Stufen. Die Mauer war etwa 3m hoch, aber man kann heute nicht mehr sagen, gegen wen oder was sie gerichtet war. Möglicherweise gegen die Winterflut aus den Bergen. Zumindest eine astronomische Bedeutung hatte er, da er an dem Scheidepunkt steht, an der die Siedlung während der Sommersonnenwende nicht im Schatten des benachbarten Berges liegt. Zu diesem Zeitpunkt um 9000ya lebten etwa 3000 Bewohner in der Stadt (noch ohne Töpferei und Metallverarbeitung). Circa 1000 lebten in Beidha und Basta in Jordanien, und ebenfalls 1000 in Çatalhöyük in der Türkei.

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20.10.2019 — Palästina / Israel / Jordanien

Meldung

Die mittelsteinzeitliche Natufien-Kultur war vom 11. bis zum 9. Jahrtausend v.Chr. im heutigen Palästina, Israel und Jordanien ansässig. Gekennzeichnet ist diese Kultur, abgesehen vom intensiven Nutzen von Wildgetreide, vor allem durch zahlreiche Siedlungsplätze, von denen die meisten dauerhaft genutzt wurden. In Ain Mallaha, Wadi Hammeh, Wadi an-Natuf (daher der Name) und Beidha wurden aus Stein, Lehm und Schilfmatten Rundhäuser errichtet. Zu den frühesten Siedlungsstellen der Menschheit gehört auch die älteste Siedlungsschicht Jerichos. Die Jordansenke war, wie der Mittlere Euphrat eine der ersten Ballungsräume der Menschheit. Das merkt man auch an den Siedlungen selbst. Hier wurden nämlich innerhalb des geschützten Siedlungsgebiets massiv nachverdichtet. Die Fundamente stehen auch heute noch sehr nah aneinander, sodass auf ein Bevölkerungswachstum zu schließen ist. Das bezeugt einen relativen Reichtum. Die Steingeräte ähneln zwar sehr dem Azilien-Kulturraum in Mitteleuropa, doch die Natufien hatten zusätzlich agrarspezifische Werkzeuge, wie erste Sicheln. Mit den Mörsern wurden Wildgetreide, Pistazien, Mandeln, Linsen und Erbsen zerstoßen und zu Brei verarbeitet, oder daraus Bier gebraut. Auch eine Ähnlichkeit zum Azilien hat die Kunst der Natufien-Kultur in der Darstellung von Tieren. Menschliche Köpfe und verzierte Basaltgefäße sind hingegen nur aus der Natufien-Kultur bekannt.

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