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16.11.2019 — Südasien / Afghanistan

Meldung

Ab 5500 v.Chr. begannen die Menschen in Mehrgarh mit dem Anbau von Erbsen, Sesam, Dattelpalmen und Baumwolle für den Eigenbedarf. Damit einher kam die Entwicklung der Töpferwaren und der konventionellen Kupferverarbeitung. Auch der Wasserbüffel wurde in dieser Zeit domestiziert. Das sind die Grundlagen, auch für das heutige Südasien. Die Schmuckkunst entwickelte sich ebenfalls, wie das glasieren von Perlen und der Fayence. Terrakotta-Figuren bekamen immer mehr Details, Frisuren, Ornamente. Fernhandel kann ebenfalls anhand Lapislazulis aus Afghanistan nachgewiesen werden. Mehrgarh ist (wer sich eine Karte vor Augen hält ist das sicher schon aufgefallen) nicht wirklich am Fluss Indus selbst. Die Kultivierung des Industals geschah von den Randgebieten aus, weil der Fluss damals noch deutlich mehr Wasser führte und also stark mäanderte und das Umland kilometerweit versumpfte. Der Indus entspringt im Himalaya, dessen Gletscher während der letzten Eiszeit ebenfalls angeschwollen waren. Nun schmolz über viele Jahrhunderte hinweg das Wasser und "über"füllte die Flüsse. Als die Gletscher an die Temperaturveränderung angepasst waren, floss auch weniger Wasser und das Industal wurde bewohnbar. Die Archäologie setzt der Mehrgarh-Kultur im Jahr 3500 v.Chr. ein Ende. Die Entwicklung folgte jedoch kontinuierlich weiter. Mehrgarh wird nun zur Indus-Harappa-Kultur gezählt, mit der die Bronzezeit am Indus begann.

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