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Welt / Griechenland / Irland

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Aus der Welt gefallen 14.

Geschichte der Blutsauger von Emma Paul (2068) Im Folgenden werde ich die Frage erörtern, in welcher Weise der moderne technische Fortschritt in der europäischen Geschichte abzuzeichnen war. Vampire und andere Ungestalten der europäischen Mythologie waren seit ihrer Entstehung Spiegelbild der Ängste, die die jeweiligen Bevölkerungen mit ihren Ideologien umhertrieben. Blutsaugende Dämonen sind seit der griechischen Antike bekannt, wo sich die sogenannten Lamien an den Kehlen von hübschen jungen Männern vergingen. Damals war die Gesellschaft darauf ausgerichtet, dem Schönen und Guten Arbeit zu leisten, da es für etwas "Höheres" gehalten wurden. So wurde auch Sklaverei in der Stadt und auf dem Land legitimiert. Daher war es besonders furchtbar, wenn gerade die von Vampiren ihrer Schönheit und Güte beraubt wurden. Der Mythos verbreitete sich in den folgenden Jahrhunderten auf dem gesamten Balkan und in ganz Westeuropa. Handelte es sich im antiken Griechenland noch um tierähnliche Wesen, mutierte der Vampir mit dem Aufkommen des Christentums mehr und mehr zum untoten Menschen. Im christlichen Mittelalter herrschte die Angst davor, am Tag des Jüngsten Gerichts nicht von Jesus Christus erlöst zu werden. Dies geschah entweder wegen begangener Sünden, oder wegen eines misslungenen Begräbnisses. Selbstmörder etwa wurden nicht in geweihter Erde begraben, sondern verscharrt und galten daher als irrende Seelen, wie auch Ertrunkene und Verschollene. Vampire stellten diejenigen Menschen dar, die von vornherein zu Unrecht in geweihter Erde begraben und daher wieder ausgespuckt wurden. Ende des 19. Jahrhunderts betrat der Vampir in Irland die Bühne der Weltliteratur mit der Erfindung des Dracula. Bram Stoker schrieb seinen Roman über den rumänischen Dracula, der nach Schottland kommt in einer Zeit, in der die Bevölkerung der britischen Inseln traumatisiert war. Durch die Industrialisierung wurden sie nämlich aus ihren seit Jahrhunderten bestehenden Sozialstrukturen gerissen und in eine fremde Welt gebracht. Diese grundlegende Unsicherheit als Fremdling entwickelte sich zu einer Angst vor dem Fremden. Das geschah in einer Zeit, als Osteuropäer auf die britischen Inseln zum Arbeiten kamen, oder um von dort nach Amerika auszuwandern. Die Figur des rumänischen Dracula ist ein Spiegelbild der britischen Xenophobie. Die Darstellung von Vampiren entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer homophoben. Vampire wurden als geschminkte Exzentriker, süffisante Säusler und lila-verliebte Anzugswestenträger dargestellt - eine vergleichbare Vorstellung herrschte von Homosexuellen. 1972 trat in der Sesamstraße erstmals Graf Zahl als aristokratischer Vampir auf, der für die Kinder die Angst vor den Zahlen widerspiegelte, und in der Twilight-Serie ab 2009 stand der Vampir für die Angst vor Romantik. Doch bis 2030 dominierte noch immer die Figur des latent homosexuellen Vampirs. Diese gesellschaftlichen Fehltritte haben wir inzwischen hinter uns gelassen. Als in den 2030ern immer größere Teile der Bevölkerung ein, zwei oder sogar bis zu sieben Mikrochips in ihre Körper gepflanzt bekamen, wandelte sich die Angst ein weiteres mal. Seitdem gelten Technologieverweigerer als die neuen mysteriösen Angstherde, die sich aus unerklärlichen Gründen den Vorzügen der Gemütlichkeit verweigern. Kinder heutzutage bekommen die Geschichten von Vampiren erzählt, die sich Nachts an ihren Unterarm klammern um den Chip daraus zu saugen. Auch die Darstellung der Vampire hat sich verändert. Ihnen ist nur der schwarze Umhang erhalten geblieben, erweitert durch Jeans, Brillen und Jacken, wie die Kinder es von den Jugendbildern ihrer Großeltern kennen. Durch diesen persönlichen Bezug wird der ewige Streit der Generationen noch weiter befeuert zwischen den machthabenden Alten, die zu Beginn unseres Jahrhunderts geboren wurden und beispielsweise gegen die Medizinwende sind, und unsere jungen Generationen, die endlich Gebrauch machen wollen von den Vorzügen ihrer selbst erarbeiteten Technologie.

("Aus der Welt gefallen" ist eine Mini-Serie von Kurzgeschich.

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Irland

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Nicht vergessen! Gestern haben Parteimitglieder der Grünen Partei Irlands für eine Koalition mit den beiden nicht wirklich voneinander unterscheidbaren Volksparteien Fine Gail und Fianna Fail gestimmt und somit die seit vier Monaten andauernden Koalitionsgespräche zu einem positiven Abschluss gebracht. Die Entscheidung der Grünen war allerdings alles andere als sicher, da die Partei tief zwischen Pragmatikern und Idealisten gespalten ist, von denen die Idealisten keine Regierungskoalition eingehen wollen. Da die Grüne Partei Irlands pan-irisch ist, also auch Mitglieder im zum Vereinigten Königreich gehörenden Nordirland zulässt, konnten auch 195 wahlberechtigte Briten über die Regierung der Republik Irland entscheiden. Doch obwohl sich deren Vorsitzende dagegen aussprachen, stimmten die wahlberechtigten Parteimitglieder mit ausreichenden Stimmen für eine Koalition. Hätten die 2000 wahlberechtigten Grünen am Freitag gegen den Koalitionsvertrag gestimmt, so hätte es am Montag noch immer keine Regierung gegeben. Am Montag muss jedoch eine Regierung stehen, da dann die Frist für die Erneuerung des Gesetzes über Straftaten gegen den Staat ausläuft. Dieses Gesetz zur Bekämpfung des Terrorismus, der erst 1998 durch das Karfreitagsabkommen beendet wurde und durch den Brexit jetzt wieder aufflammen könnte, kann nicht von der Interims-Regierung erneuert werden. Denn das kann nur der Senat, der bis zur Ernennung eines neuen Premierministers, unvollständig und somit machtlos ist. Der interne Kampf der Grünen in Irland hätte dazu führen können, dass Terrorismus nicht mehr im vollen Umfang hätte vorgebeugt werden können. Der Bürgerkrieg wäre dadurch allerdings nicht wieder ausgebrochen. (Quelle: https://m.faz.net/aktuell/politik/ausland/in-irland-zeichnet-sich-eine-neue-regierung-ab-und-sie-ist-gruen-16832668.html).

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Februar 2020

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Februar 2020 Das lange und medienwirksam vorbereitete *Impeachmentverfahren* gegen US-Präsidenten Donald Trump endete mit einer Freisprechung durch den Senat, nachdem wichtige Zeugen nicht zugelassen wurden. Von vielen Seiten, besonders diesseits des Atlantiks wurde das als Niederlage für die Demokraten-Partei gewertet. Zwar hinterlassen die *Vorwahlen der US-Demokraten* mit ihren Schlammschlachten und Auszählungsskandalen nicht den besten Eindruck von dieser Partei, doch sie führten dazu, dass das Trump-Lager ihren Sieg im Impeachment-Verfahren nicht voll auskosten konnte. Nach den bisherigen Ergebnissen führt der linke Kandidat Bernie Sanders, doch noch lange ist nicht in allen US-Bundesstaaten gewählt. Die Ausweitung des *Coronavirus* auf alle Kontinente führte nicht nur zu einer steigenden Zahl an Toten und Infizierten, sondern auch zu zahlreichen politischen und finanziellen Folgen. Ende des Monats gibt es quaranitierte Städte in China, Südkorea, Italien und Vietnam. Die Aktienmärkte nehmen ihn zum Anlass, einmal das scheinbar unaufhörlich anhaltende Wachstum seit der Finanzkrise 2008 abzuschwächen. Tatsächlich leidet die chinesische Wirtschaft sehr unter der Epidemie und auch 1/4 der deutschen Mittelständler spürt ihre Folgen. Der Umwelt und dem Klima geht es durch die Krise der Wirtschaft, die ja auf Ausbeutung beruht, besser. Im Krieg um *Idlib* kommt es immer öfters zu einer Konfrontation zwischen türkischen und syrischen Truppen mit ihren russischen Verbündeten. Die Türkei fordert militärische Unterstützung der NATO, von der sie Mitglied ist. Inzwischen sind 1.000.000 Menschen aus den umkämpften Regionen an die geschlossene türkische Grenze geflohen. Während die Verhandlungen um einen geregelten *Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU* ins Stocken kommt, spüren die Bürger der beiden Parteien bereits jetzt schon Konsequenzen, wie schrumpfende Fischerei für EU-Fischer oder das angekündigte Einwanderungsgesetz für UK. Sollte sich bis Juni kein Kompromiss mit der EU abzeichnen, bräche UK die Verhandlungen ab und es käme zu einem No-Deal-Brexit. Die gnadenlose Ausbeutung des Finanzsystems in Steuerparadiesen im Vereinigten Königreich würde zu Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe führen. Auf den griechischen Inseln regte sich Widerstand gegen *überfüllte Flüchtlingslager*. Zum einen fanden Demonstrationen innerhalb der Lager, wie Moria statt, andererseits in den griechischen Städten. In *Malawi* wurde die Präsidentschaftswahl von Mai 2019 für ungültig erklärt. Präsident Mutharika erkennt das nicht an. Auch in Mosambik, Aserbaidschan, Kasachstan, Guinea-Bissau und Togo werden amtliche und zum Teil zukünftige Wahlergebnisse angezweifelt. Der lesothische Premierminister ist tief in den Mord an seiner Ex-Frau verwickelt. Auch Malaysia und Ost-Timor erleben mit dem Rücktritt der Premiers eine Regierungskrise. Die *Parlamentswahlen in Irland* endeten mit einer Abstrafung der beiden konservativen Regierungsparteien, die nun keine Mehrheit mehr haben. Beide sind gleichauf mit der linken Sinn Féin Partei, die den Sozialstaat ausbauen will. Koalitionsgespräche sind schwierig. Vom Jemen aus breitete sich eine zerstörerische *Heuschreckenplage* bis Pakistan und Mosambik aus. Die *Wahl des thüringer Ministerpräsidenten* schlug hohe Wellen, die die politische Landschaft veränderte. Mit Stimmen der AfD und der CDU wurde Kemmerich von der FDP zum Ministerpräsidenten gewählt. Die FDP lag bei der Landtagswahl nur wenige Duzend Stimmen über der 5%-Hürde. Eigentlich hatte die Bundes-CDU den Landesverbänden untersagt, mit der AfD, aber auch den Linken zu kooperieren. Im Zuge der Krise trat AKK vom Vorsitz der CDU zurück und eröffnete geradezu eine Schlacht um den CDU-Vorsitz zwischen der alten Riege um Merkel und der noch älteren Riege, die 2005 Merkel verhindern wollte. Währenddessen trat Kemmerich von seinem Amt zurück und die CDU ging ein Bündnis mit den Linken ein, um den bisherigen Ministerpräsidenten Ramelow zu wählen - ebenfalls ein Tabubruch. Wer innerhalb der CDU als Gewinner dieses waghalsigen politischen Kalküls herv.

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Irland / Dänemark

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Der größte erfassbare Erdrutsch fand vor 8200 Jahren an der Küste Norwegens statt und nennt sich Storegga-Ereignis. Dabei rutschten 5600 km³ Stein, der durch den Rückgang des kaltzeitlichen Eisschelfs brüchig geworden war, in die Nordsee. Der dadurch erzeugte Tsunami war an den Orkneyinseln 15-20m hoch, in den norwegischen Fjords 7-11m hoch und in Schottland 3-6m. Besonders aber wurde dabei Doggerland endgültig und für immer fortgespült. Doggerland war eine Insel, halb so groß wie Irland, die zwischen Britannien und Dänemark in der Nordsee lag. Noch 800 Jahre zuvor war Doggerland selbst mit Britannien und Mitteleuropa verbunden gewesen, doch da das Land vorwiegend aus Kreide bestand, brach es schnell unter dem steigenden Meeresspiegel zusammen. Die Kreidefelsen kann man noch heute in Südengland sehen. Die Menschen dort müssen ertrunken sein oder sind rechtzeitig gefüchtet. Da der Eisschild ab 12.000ya nicht mehr auf den Norden Britanniens drückte, begann sich außerdem der Süden abzusenken, wie eine riesige Wippe, wodurch noch mehr Land verlorengegangen ist.