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NACHRICHTENvon Gestern und Heute
Land / Territorium

Asien

82Nachrichten
Häufig gemeinsam erwähnt
Indien11%Afrika18%Europa14%Welt11%

Nachrichten zu Asien

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05.01.2024 — Ägypten / Großbritannien / Sowjetunion (historische Ausgabe vom 05.01.1958)

Karibik

Britische Kolonien Antigua und Barbuda, Barbados, Cayman, Dominica, Grenada, Jamaika, Montserrat, Anguilla, St. Lucia, St. Vincent, Trinidad und die Turks-Inseln schließen sich auf Initiative Großbritanniens zu Westindischer Konföderation zusammen; Alleine wäre es kleinen britischen Kolonien, wie auch in Afrika, Asien und Ozeanien, wohl nicht möglich, souveräne Staaten und Mitglieder der UN zu werden.

8 Quellen

31.12.2023 — Asien / Mexiko / Brasilien

Meldung

Diese Karte stellt das Verhältnis der Nachrichtenzahlen zur Bevölkerung der einzelnen Länder dar. Eine ähnliche Karte veröffentlichte ich im Oktober für die Nachrichtenzahlen im Zeitraum von 2019 bis 03/2023. Trotz rekordmäßiger Berichterstattung über Asien in diesem Jahr bleibt die dortige Bevölkerung erheblich unterrepräsentiert. Erstaunlich ist weiterhin die Überrepräsentation Europas, mit der ich angesichts des deutlichen Nachrichtenrückgangs 2023 nicht gerechnet hatte. Generell sind vielbevölkerte Länder, wie Mexiko, Brasilien, Nigeria, Ägypten, Pakistan, China, Indien, Vietnam und Indonesien unterrepräsentiert, wohingegen kleine Länder schnell überrepräsentiert sind.

Verglichen mit der Zählung von Oktober gab es eine Annäherung dieser Ländergruppen, was mich freut. Allerdings kann es nicht das Ziel in diesem Kanal sein, die relative Bevölkerungszahl mit der relativen Nachrichtenzahl gleichzusetzen, denn das würde einem Ende meiner Berichterstattung über kleine Länder gleichkommen.

0 Quellen

31.12.2023 — Afrika / Europa / Osteuropa

Meldung

Jahresendstatistik Auf dieser Karte habe ich alle Landes-Erwähnungen in diesem Kanal 2023 dargestellt. Je heller der Farbton, desto weniger oft habe ich das Land erwähnt. Besonders im südlichen Afrika und im nördlichen Europa liegen dabei die Flächenstaaten, über die ich in diesem Kanal am wenigsten berichtet habe, gefolgt von Regionen wie Osteuropa, Nordwestafrika, Zentralasien und Südostasien. In den Top 15 zu Afrika, Asien, Europa und Amerika habe ich bereits die am häufigsten erwähnten Länder dargestellt, die sich in Westeuropa, Ostafrika, Westasien und Ostasien bündeln.

Erstmals vereinte kein Land mehr als 4% der Berichterstattung auf sich, sodass die dunkelste Farbstufe nicht erreicht wurde.

2023 habe ich 7281 Striche auf meine Strichlisten gesetzt, verglichen mit 9407 im Jahr 2022. 2024 werde ich diesen statistischen Rückblick bereits Anfang Dezember machen, um die Weihnachtszeit zu entlasten.

Ich freue mich über Rückmeldung!

0 Quellen

28.12.2023 — Asien / Pakistan / Myanmar

Meldung

Top 15 Asien Die beiden bevölkerungsreichsten Staaten Asiens waren 2023, anders als im Vorjahr, erstmals auch die beiden Staaten mit den meisten Erwähnungen in Asien, was z.B. im Falle Chinas jedoch eher an ihrer Außenpolitik liegt. In Pakistan hingegen waren Nachrichten über Proteste und den Oppositionsführer Khan im Vorfeld der Wahlen 2024 maßgeblich für die häufige Berichterstattung, also Innenpolitik.

Krieg war gleich in 5 hier aufgelisteten Ländern wohl eine treibende Kraft für die häufige Erwähnung in den Nachrichten dieses Kanals: der Bürgerkrieg in Myanmar, der Nahostkonflikt und Gaza-Krieg in Israel und Palästina, sowie der Konflikt um Bergkarabach zwischen Armenien und Aserbaidschan.

Diplomatische Erfolge verzeichneten Saudi Arabien und der Iran miteinander, aber auch Syrien, das seine Wiederannäherung an die Arabische Welt startete.

0 Quellen

27.12.2023 — Nigeria / Demokratische Republik Kongo / Tunesien

Russland / Asien

Laut russischem Vize-Premierminister Nowak exportiert Russland gut 2 Jahre nach Beginn der "westlichen" Sanktionen in Reaktion auf den Krieg in der UKRAINE, jeweils rund 40% seines Erdöls nach CHINA und INDIEN, das zuvor so gut wie kein russisches Erdöl importiert hatte.

11 Quellen

26.12.2023 — Europa / Ukraine / Afrika

Meldung

Top 15 Europa Der Krieg in der Ukraine blieb auch 2023 ein maßgeblicher Schwerpunkt für meine Europa-Berichterstattung, die jedoch deutlich abgenommen hat. 2023 fiel Europa im Kontinentevergleich auf den 4. Platz hinter Afrika, Asien und Amerika, während unser Kontinent 2022 noch den 1. Platz belegte.

Trotzdem fanden in Europa und Deutschland berichtenswerte Ereignisse und Entwicklungen statt: Verfassungsgerichtsurteile, Wahlergebnisse und Wirtschaftszahlen werden hierzulande zurecht als "historisch" bezeichnet, aber die vergleichsweise niedrigen Nachrichtenzahlen in diesem Kanal sind ein Hinweis darauf, dass die Geschichte vor allem in den anderen Teilen der Welt geschrieben wird. So bestand beispielsweise meine Frankreich-Berichterstattung neben Nachrichten über innenpolitische Zustände vor allem aus dem Verhältnis Frankreichs der Welt und vice versa.

Die Berichterstattung über Serbien blieb nicht nur wegen den dortigen Wahlen hoch, sondern auch wegen den Konflikts mit dem Kosovo.

0 Quellen

24.12.2023 — USA / Welt / China

Meldung

Top 25 der Welt Auch in diesem Jahr 2023 habe ich, wie 2022, gezählt, wie oft die einzelnen Länder der Welt in den Nachrichten dieses Kanals vorkamen. Auf meinen Strichlisten haben ich 7182 Ländererwähnungen gezählt, verglichen mit 9407 2022. Diese geringere Zahl liegt u.a. an den ca. 50 Tagen Elternzeit, die ich mir genommen habe.

In der heutigen Grafik sehen wir die 25 am häufigsten erwähnten Länder, angeführt von den USA, China, Russland und Indien. Während 2022 der Ukraine-Krieg einige europäische Länder in hohe Stufen befördert hatte, ist die Verteilung der Nachrichtenanzahl 2023 deutlich gleichmäßiger.

2023 nahm die Berichterstattung über Afrika, Asien und Amerika im selben Maße zu, wie die Berichterstattung über Europa abnahm. Das liegt an besonderen Ereignissen und Entwicklungen, wie der Kriegsausbruch im Sudan, die Annäherung zwischen Saudi Arabien und dem Iran oder die Wahlen in Argentinien. Zu Indien, Pakistan und Haiti nutzte ich neue Quellen.

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26.10.2023 — Ukraine / Russland / Italien

Meldung

Begleittext zu den Nachrichten vom 26. Oktober 1943.

Vor 80 Jahren herrschte, wie heute, ein Krieg in der UKRAINE, von wo uns Namen, wie Saporischschja oder die Krim in den Tagesnachrichten begegnen. Der aktuelle Ukraine-Krieg und insbesondere die Invasion durch Russland wurde medial seit seinem Beginn wegen seiner geographischen Überlappung mit dem 2. Weltkrieg und der europäischen Ostfront in Verbindung gebracht. Wie die Nachrichten von 1943 zeigen, fand der damalige Krieg jedoch nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Italien und dem Balkan statt, in Myanmar, im heutigen Papua-Neuguinea, auf den Aleuten, in der Luft und in den Köpfen. Mit diesem historischen Welt-Krieg als einer Grundlage unserer heutigen Welt fällt es uns heute vermutlich leichter, vom Ukraine-Krieg recht schnell Schlüsse für das tausende Kilometer entfernte Taiwan und der dortigen Vormachtstellung Chinas zu schließen. Und es stimmt, dass die Möglichkeit eines Weltkriegs nicht ausgeschlossen werden kann! Die Gefahr bestand 1913, 1938 und auch heute.

Die Kriegsberichterstattung war 1943 in deutschen und z.B. us-amerikanischen Medien sehr verschieden. Ich habe mir deutsche Medien, wie die Kölnische Zeitung und auch den Völkischen Beobachter angeschaut, mich aber dagegen entschieden, sie als primäre Quellen zu verwenden und stattdessen andere Medien genutzt. Den Völkischen Beobachter (vöb), die NSDAP-Zeitung, habe ich aber doch in einer Meldung als Quelle genutzt. Es handelt sich um eine Meldung zu Indien, das 1943 noch britische Kolonie war und wo es damals eine verheerende Hungersnot mit bis zu 4 Millionen Toten gab, was zumindest teilweise auf mangelndes Interesse der britischen Kolonialverwaltung zurückzuführen war, die Bevölkerung zu versorgen. Diese Gemengelage nutzte die Nazi-Propaganda, um den gewaltbereiten indischen Unabhängigkeitsbefürworter Bose in seinem Anliegen zu unterstützen, eine unabhängige indische Exil-Regierung im damals japanisch besetzten und zu Malaysia gehörendem Singapur auszurufen. Der Völkische Beobachter nutzte dieses Ereignis, um die eigene Position gegenüber Großbritannien zu stärken und es ist nicht verwunderlich, dass die alliierte und auch die neutrale Presse über Boses Vorhaben in Singapur nicht berichteten. Aber es ist geschehen und da ich darüber berichten wollte, nahm ich die einzige mir zur Verfügung stehende Quelle darüber - den Völkischen Beobachter.

Zur Zeit des Dritten Reiches gab es übrigens in der deutschsprachigen Medienlandschaft nicht nur NS-Medien! Das Deutsche Zeitungsportal hat auch den Shanghai Jewish Chronicle digitalisiert, der von 1939 bis 1948 auf deutscher Sprache in Shanghai veröffentlicht wurde, wo er mit der japanischen Besatzungsmacht kooperierte.

Der Krieg in Asien und dem Pazifik geht in europäischer Sicht häufig als Nebenschauplatz des Zweiten Weltkriegs unter, aber er war es natürlich nicht: Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 mit insgesamt 100.000 Toten waren nur die Spitze eines Krieges, der z.B. im Oktober 1943 zwischen Neuguinea und den Aleuten stattfand, aber auch auf den Philippinen, China, Myanmar und Indien, Australien, sowie bekanntermaßen Pearl Harbor auf Hawaii. Über die am schwersten durch Luftangriffe betroffene Stadt Europas wird sich übrigens gestritten, aber weltweit geht dieser traurige Rekord mit Sicherheit an Tokio, wo im Februar und März 1945 mehr als 100.000 Menschen starben.

Im Oktober 1943 legten die Zeitungen selbstverständlich ihren Fokus auf die Kriegsberichterstattung. Das war in den Vor- und Folgejahren vermutlich nicht anders. Andere Themen fanden jedoch trotzdem immer wieder Gehör, wie die rassistischen Jim-Crow-Gesetze in der US-Zeitung "The Afro-American". Politische Berichterstattung über Lateinamerika und Afrika fand zumindest am 26. Oktober 1943 fast gar nicht statt. Wen jedoch die Meldung aus Algerien interessiert: Es gibt darüber eine Arte-Doku.

4 Quellen

06.10.2023 — Mexiko / Brasilien / Nigeria

Meldung

Blinde Flecken in diesem Kanal.

Die Wanderausstellung "Vergessene Welten und blinde Flecken" ( und ) von Ladislaus Ludescher präsentiert u.a. Ergebnisse auf der Grundlage der Zählung der Erwähnungen der einzelnen Länder in der Tagesschau und anderen Leitmedien, die mit der Bevölkerungszahl der jeweiligen Länder verrechnet werden. Dabei wird deutlich, wie unterrepräsentiert die Bevölkerungszahl des Globalen Südens in den Medien ist. Die Ausstellung und ein entsprechendes Zoom-Meeting der VHS Chemnitz mit Ludescher wurde Anfang September in der Diskussionsgruppe empfohlen und es wurde außerdem das Lob ausgesprochen, dass in diesem Nachrichtenkanal das Vergessen und Blindsein nicht passieren könne. Das hat mich inspiriert, meinen Datensatz der Landeserwähnungen in diesem Kanal von Januar 2019 bis März 2023 auf die selbe Weise wie Ludescher mit der Landes-Einwohnerzahl zu verrechnen, um dieses Lob zu überprüfen.

Das Ergebnis zeigt zwar, dass der Globale Süden insgesamt besser und teilweise überdurchschnittlich gut repräsentiert ist, jedoch blinde Flecken vorherrschen. Neben der großen unterrepräsentierten Region in Süd- und Ostasien fallen mir keine größeren Regionen auf, die chronisch unterrepräsentiert zu sein scheinen, allerdings zeigt sich ein Muster, dass besonders viel bevölkerte Staaten, wie Mexiko, Brasilien, Nigeria und Ägypten unterrepräsentiert sind, während wenig bevölkerte (Insel-)Staaten wie Vanuatu, die Malediven, Malta und karibische Inselstaaten extrem überrepräsentiert sind.

Wenn wir die Staaten in die Weltregionen Nordamerika, Südamerika, Europa, MENA (Middle East and North Africa), Afrika, Asien und Ozeanien unterteilen, verrechnen sich solche Überrepräsentations-Ausschläge kleiner Länder und es ergibt sich folgendes Bild: Die Bevölkerungzahl fast jeder dieser Weltteile ist in den Nachrichten überrepräsentiert, bis auf Asien! Am exaktesten bilden die Nachrichtenzahlen die Bevölkerungszahlen in Südamerika ab, wo die Nachrichtenzahl 11% über der Bevölkerungszahl liegt, gefolgt von Nordamerika mit 32%, Afrika mit 39%, MENA mit 99% dann Europa mit erstaunlichen 215% und schließlich Ozeanien mit 253%. Die Bevölkerungszahl Asiens ist mit -212% unterrepräsentiert. Das ist eine rein quantitative Beurteilung von Repräsentation von Bevölkerung anhand von Nachrichten über das Land. Eine qualitative Beurteilung würde schnell feststellen, dass z.B. die Erwähnung eines Landes im Kontext internationaler Diplomatie, wie einem Freihandelsabkommen zwischen zwei Ländern nicht unbedingt einen Ausschlag über die Repräsentation ihrer Bevölkerung gibt; deswegen spreche ich von unterrepräsentierten "Bevölkerungszahlen".

Kamerun ist das einzige Land in dieser Rechnung, das den Wert 0 erhält, weil hier das das Verhältnis der Bevölkerungszahl zu den Nachrichtenerwähnungen gleich ist.

2 Quellen

06.10.2023 — Europa / Afrika / Nordamerika

Meldung

Blinde Flecken in diesem Kanal.

Repräsentation (Bevölkerungszahl / Nachrichtenzahl) je Weltregion:

Ozeanien zu 253% überrepräsentiert Europa zu 215% überrepräsentiert MENA zu 99% überrepräsentiert Afrika zu 39% überrepräsentiert Nordamerika zu 32% überrepräsentiert Südamerika zu 11% überrepräsentiert.

Asien zu 212% unterrepräsentiert.

Zahlen von Januar 2019 bis März 2023.

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