23.07.2021 — Demokratische Republik Kongo / USA / Mauretanien
Mauretanien
Mauretanien zahlt kanadischem Goldkonzern Kinross 40Mio$ und gewährt Konzern zahlreiche Steuererleichterungen.
Mauretanien zahlt kanadischem Goldkonzern Kinross 40Mio$ und gewährt Konzern zahlreiche Steuererleichterungen.
Marokko beginnt Militäroperation an Dreiländereck mit Westsahara (DARS) (10.11) und Mauretanien zur "Wiederherstellung des Verkehrs".
27 Tote bei Flucht aus Mauretanien nach Kapverde (bbc); 21 Tote bei Angriffen in Nigerianischer Provinz Kaduna (bbc); Belgien stoppt Waffenexport an saudische Nationalgarde (AJ).
Mehrere Festnahmen in Mauretanien, nachdem mehrere Mio$ unbemerkt aus Zentralbank gestohlen wurden (bbc).
Nicht vergessen! Seit dem 5. Jahrhundert war der Transsaharahandel essenziell für die Entwicklung Westafrikas. Als erstes profitierte das Reich von Ghana im heutigen Mali und Mauretanien vom Handel. Dabei ging es zunächst um den Goldhandel aus den tropischen Gebieten in Küstennähe, der durch die Größe islamischer Reiche im Mittelmeerraum und Nahen Osten im höchsten Maß profitabel für Zwischenhändler wurde. Ab 1000 n.Chr. bekamen auch die Fulani in Nigeria die Vorzüge der Islamischen Expansion zu spüren. Zunächst hielten sie sich noch westlicher auf, im Senegaltal, wo sich florierende Städte gründeten. Mit dem neuen Reichtum und der Sesshaftwerdung kam es auch zu eindeutig abgrenzbaren Staaten und zu Rivalität. Zwischen 1300 und 1350 wanderten einige Fulanistämme wieder nach Osten in die Hausastaaten, einem Verbund von Stadtstaaten in Bornu um den Tschad-See. Auf der seit Römers Zeiten bestehenden Bornustraße handelten sie neben Gold auch Sklaven und Salz gegen Pferde, Stoffe und Waffen aus Nordafrika. Mit der Einwanderung der Fulani wurde die Region als eine der letzten der Sahel-Zone islamisiert. Wichtig ist, dass es sich hierbei nicht um Völkerwanderungen im archaischen Sinne handelt, sondern um wirtschaftlich motivierte Bevölkerungsverschiebungen, die von politischen Aktionsträgern unter dem Vorwand des Islam durchgeführt wurden. Diese geopolitische Taktik entwickelte sich später zum Dschihad, ein Begriff, der spätestens seit 2001 n.Chr. eine neue moderne Interpretation erfahren hat.
Nicht vergessen! Die Guinea-Region befindet sich an der Küste Westafrikas. Sie umfasst insbesondere den Golf von Guinea, wo der Inselstaat São Tomé und Príncipe liegt, aber nicht nur den. Oberguinea umfasst die Länder Senegal, Gambia, *Guinea-Bissau*, *Guinea*, Sierra Leone, Liberia, Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Nigeria und Kamerun, wo Niederguinea ansetzt, zu denen noch *Äquatorial-Guinea*, Gabun, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo und Angola gehören. Neben Guinea-Bissau (bis 1973 Portugiesisch Guinea), Guinea (auch Guinea-Conakry; bis 1958 Französisch Guinea) und Äquatorial-Guinea (bis 1968 Spanisch Guinea) gab es früher Dänisch Guinea, Niederländisch Guinea und Schwedisch Guinea (allesamt heute in Ghana), sowie Togo und Kamerun als Deutsch Guinea. Unser europäischer Reichtum stammt offenkundig aus der Zeit, als wir diese Region zu wirtschaftlichen Zwecken ausbeuteten, und als wir dort unsere Perversionen auslebten. Ihren Namen haben die Küstenregionen von den Portugiesen und Spaniern bekommen, die hier als Erste im 15. und 16. Jahrhundert kolonisierten. Ironischerweise stammt der Name "Guinea" gar nicht aus einer Küstenregion und hat auch nichts mit Wasser zu tun. Oft wird auf den berberischen Ausdruck "Ghinawen" verwiesen, der „Land der Schwarzen/Verbrannten“ bedeute und über das Portugiesische als Guiné in die europäischen Sprachen gelangt sei. Die "Verbrannten" waren wohl in das Land der Berber, der Sahara gereist, um dort zu handeln, oder reisende Berber wussten von Begegnungen mit Schwarzen in der Sahelzone zu berichten... beides meilenweit von der nächsten Küste entfernt. Auch wird spekuliert, dass Guinea von "Ghana" stammt, doch das ist unwahrscheinlich, da das Kernland von Ghana weder an der Küste lag, noch Kontakte zu Europäern pflegte. Das Reich von Ghana lag im Mittelalter im heutigen Mali und Mauretanien. Das Wort heißt übersetzt "König der Krieger", spricht also für die Macht und den Einfluss des Reiches, hat aber nichts mit Guinea zu tun.
Eskalation in Mauretanien befürchtet, da 15 Jahre altes Bündnis zwischen Präsident und Militärchef aufgekündigt wurde.