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Osteuropa

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Nachrichten zu Osteuropa

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06.03.2020 — Osteuropa / Indien / Ukraine

Meldung

Nicht vergessen! Um 3000 v.Chr. betrug die Weltbevölkerung etwa 14 Millionen Menschen. In diese Zeit fiel für einige Rassenforscher des 19. und 20. Jahrhunderts die Entstehung des Ariertums in Osteuropa. Auch wenn diese ideologisierte Wissenschaft zu Rassismus und damit verbunden zu grausamem Kolonialismus und schließlich zum Holocaust geführt hat, liegt sie nicht ganz falsch. Einige Hypothesen sind erheblich vom Nationalismus geprägt oder wurden von einer Ideologie vereinnahmt (z. B. im Nationalsozialismus). Dies gilt z. B. auch für viele indische Wissenschaftler, die die indogermanische Urheimat in Indien selbst verorten. Tatsächlich ist die Urheimat der indoeuropäischen Sprachen wohl in der Ukraine und angrenzenden russischen Gebieten zu verorten, die steppenartig sind. Von dort zu Pferd wanderten die Kurgan-Völker nach Westen, Süden und Osten und besiedelten nach 1000 Jahren eine Fläche von Spanien bis Bangladesch. Diese gewaltige Völkerwanderung fand sehr langsam statt und ist nicht mit den Völkerwanderungen der Antike oder der Neuzeit zu vergleichen. Sie war keine organisierte Migration. Wahrscheinlicher ist, dass die Menschen pro Generation 0 bis 2 mal den Wohnsitz änderten und somit gut 2000 Jahre brauchten, um Strecken zurückzulegen, die man zu Fuß auch in weniger als einem Jahr schafft. Eine weitere Hypothese ist, dass die indogermanischen Ursprachen aus Anatolien stammen und sich zusammen mit dem Ackerbau verbreiteten. Dafür spricht eine DNA-Haplogruppen-Analyse, nach der die v-DNA J2, die häufigste Haplogruppe unter indogermanischen Sprechern, am dichtesten in Anatolien und dem Südkaukasus zu finden ist. Diese Haplogruppe reicht von Island bis Vietnam. Es ist möglich, dass die ursprünglich in Anatolien lebenden Bauern genetisch von den Kurgan-Völkern verdrängt wurden.

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20.11.2019 — Kaukasus / Iran / Osteuropa

Meldung

Die Proto-Indoeuropäische Sprache entwickelte sich in kurzer Zeit zum Indoiranischen und zum Indogermanischen. Die Indo-Aryas wanderten über den Kaukasus in den Iran und von dort nach Nordindien. So sind erstaunliche Wortähnlichkeiten zwischen zeitgenössischen und toten Sprachen zu verzeichnen, wie bei _Mutter_, _Vater_, _Bruder_ und _Tochter_. Der Name Himalaya ist verwandt mit dem lateinischen _hiems_ (Winter), der des indischen Fünfstromlandes Pandschab erinnert ans griechische _pente_ (fünf) und im Wort Maharadscha stecken die Wurzeln von lateinisch _magnus_ (groß) und _rex_ (König). Die Übereinstimmungen sind je auffälliger desto älter der verglichene Wortschatz ist. Das Indogermanische ist nach wenigen Generationen in Osteuropa entstanden, in einem Raum, wo "Buchen" wachsen. Denn dieses Wort gibt es in allen indogermanischen Sprachen, wie im Deutschen als "Baum". Der Begriff für die Siedlungsgemeinschaft der patriarchalischen Großfamilien _teuta_ steckt in unserem Wort _deutsch_. Weitere Verwandtschaften gibt es im Tier-, Religions- und Dichtervokabular. Die ältesten Flussnamen Mitteleuropas enthalten indogermanische Wortstämme: Elbe ist verwandt mit _albus_ (lat. hell), Neckar mit _niger_ (lat. dunkel) und Weser mit dem deutschen _Wasser_.

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