finden wir prähistorische Fußabdrücke von Menschen, die vor Zehntausenden Jahren gelebt haben und anhand der Abstände zwischen den Abdrücken, der Größe der Füße und der Tiefe Abdrücke können Wissenschaftler heute ziemlich genau berechnen, wie schnell diese Menschen waren. Auf die selbe Art findet man die Geschwindigkeiten von ausgestorbenen Tieren, wie Dinosauriern aus. T8 jedenfalls war bei den Aborigines ein Jäger und jagte seine Beute nicht nach der Erschöpfungsmethode, sondern im Sprint. Er jagte vielleicht eines der riesigen Tiere, die nach der letzten Kaltzeit ausgestorben sind. An jenem Tag vor 20.000 Jahren sprintete T8 durch ein schlammiges Gebiet und wahrscheinlich nicht unter dem Vorwand, schnellster Mensch der Welt zu sein. Anhand der Fußabdruckmessungen kann man auch berechnen, dass er an diesem Tag mit 34km/h 5km/h langsamer war als Usain Bolt mit seinen 39km/h. Doch unter gleichen Umständen hätte der Aborigine-Jäger wahrscheinlich gewonnen und wenn nicht er, einer seiner Jäger-Kumpane oder sonst jemand aus der Schnellläufer-Traumzeit. [3.10. 10:52] Nahuel: *Nicht vergessen!* In der Nähe der Chauvet-Höhle in Südfrankreich, aber rund 20.000 Jahre später im späten Paläolithikum malten die Menschen noch immer ihre Beutetiere zur Beschwörung an die Felswände heiliger Höhlen. Hier fand man in der Höhle von Lascaux neben den Gemälden auch verzierte Speerspitzen aus Rentiergeweih, Öllampen, Schmuck und 403 Steinartefakte. 1948 wurde die Höhle für die Allgemeinheit geöffnet. Zu diesem Anlass wurde der Höhlenboden ausgeschachtet und abgesenkt, eine elektrische Beleuchtung installiert, eine Treppe eingebaut und eine schwere Bronzetür an den Eingang gesetzt, um das Höhlenklima (von konstanten 14 °C) nicht allzu stark zu destabilisieren. Die von etwa 1.200 Besuchern pro Tag abgegebene Atemluft beschädigte die Bilder jedoch deutlich. Kondenswasser und organische Substanzen führten zur Bildung von Schimmel. Deshalb wurde die Höhle 1963 für den Publikumsverkehr geschlossen und mit einem aufwendigen Belüftungs- und Klimaregulierungssystem versehen. Die Bilder wurden restauriert und werden seither täglich überwacht. Pablo Picasso soll 1940 nach einer Besichtigung der Höhle in Hinblick auf die moderne Malerei gesagt haben: „Wir haben nichts entdeckt.“ Damit meinte er, dass die zeitgenössischen Künstler, besonders er selbst, die Form der abstrakten Kunst nicht als erste Menschen entwickelt hätten. Zur Frankokantabrischen Höhlenkunst in Frankreich und Kantabrien/Spanien gehört auch die Höhle von Altamira mit den letzten Höhlenmalereien der Altsteinzeit während des Übergangs zum Neolithikum um 15.000ya. Die 930 Bilder wurden mit Federn oder Farbstiften gemalt. Als Farben verwendete man die gesamte Altsteinzeit über Holzkohle, Rötel und verschiedene Abstufungen von Ocker. Haltbar und auftragbar gemacht wurde die Farbe mit Fetten und Eiweißen. [4.10. 16:59] Nahuel: *Nicht vergessen!* Auch im südlichen Afrika gab es Felsmalereien, vor allem in Namibia. In der Apollo-11-Höhle, die während der Mondlandung 1969 erforscht wurde fand man sieben 27.000 Jahre alte Steinplatten mit Tiermalereien von Zebras und Nashörnern. Doch die Grabungsschichten reichen bis zu 100.000 Jahre in die Vergangenheit und deuten auf regelmäßige Besiedlung hin. So wurden 40.000 Jahre alte Straußeneierschalen gefunden. Zudem Knochen, Keramik, Holz, Holzkohle und 57.000 Steinartefakte. Somit gehört die Apollo-11-Höhle zu den frühesten Belegen künstlerischen Schaffens. Ab 22.000 v.Chr. sind Felsmalereien aus der Twyfelfontein-Höhle in Namibia überliefert. Ganze 9000 Bilder und 200 Felsplatten aus glattem Sandstein wurden hier geborgen. Neben visuellen Wundern vermitteln Ritzungen im Fels auch ein haptisches Erlebnis. Die Höhle wird bis heute genutzt und ergänzt. Es erscheinen Darstellungen von Jägern, Giraffen, Antilopen, Zebras, Löwen, Robben und Breitmaulnashörnern Von 4400 v.Chr. bis 100 n.Chr. wurden im sogenannten Buschmann-Pardies, einer Region in Namibia eine Haupthöhle und vereinzelt Nebenhölen mit Tierdarstellungen bemalt. In diesem historischen Siedlu.