Seite wird geladen …
NACHRICHTENvon Gestern und Heute
Land / Territorium

Gabun

88Nachrichten

Nachrichten zu Gabun

In Recherche öffnen

29.12.2020 — Gabun / Serbien / Israel

Gabun

Gabun verändert Verfassung dahingehend, dass Präsident und Premierminister nach deren Amtszeit Immunität genießen; Verfassungszusatz klärt außerdem Vertretung des Präsidenten durch ein Triumvirat, falls dieser ausfällt; so geschah es 2018 mit Präsident Ali Bongo, der einen Herzinfarkt auskurieren musste (17.1), woraufhin unklar war, wer dessen Amtsgeschäfte übernehmen solle.

11 Quellen

14.10.2020 — USA / Spanien / Brasilien

Meldung

Neuer Mitglieder im UN-Menschenrechtsrat: China, Russland, Usbekistan (17.9), Bolivien, UK, FR (12.1.19), Kuba, Mexiko, Nepal, Gabun, Malawi, Pakistan, Senegal, Elfenbeinküste und Ukraine; einige davon sehr problematisch.

9 Quellen

13.05.2020 — USA / Tansania / Gabun

Meldung

Nicht vergessen! Neben den kriegsprofitierenden Briten waren auch die Franzosen tief im Biafra-Krieg verstrickt. Während die Briten den Norden Nigerias unterstützten, schlugen sich die Franzosen heimlich auf die Seite Biafras. Biafra wurde als Staat von Tansania, Gabun, Sambia, der Elfenbeinküste und Haiti anerkannt. Frankreich hatte bis 1963 die meisten seiner Kolonien in Afrika verloren und war dabei, den Status seiner Weltmacht zu verlieren. Daher bot es sich an, den neuen erdölreichen Staat in Westafrika zu unterstützen. Laut des französischen Präsidenten Charles de Gaulle hatte die Republik Biafra "eine gerechte und noble Daseinsberechtigung". Zusammen mit dem ivorischen Präsidenten Houphouët-Boigny und dem gabunischen Präsidenten Omar Bongo trug de Gaulle zur Verlängerung des Krieges bei, indem er Waffen, Nahrung für das Militär und Söldner bereitstellte. In seiner Rolle als Vertreter Biafras auf der internationalen Bühne klagte Frankreich den Genozid an den Bewohnern Biafras durch Aushungerung an. Neben den genannten Gründen war für Frankreich natürlich auch das Erdöl ein Grund für die Unterstützung Biafras. Der Staat Biafra hatte der französischen Erdölgesellschaft ELF Förderrechte für 7% des biafrischen Erdöls zugesichert, das bisher vom britisch-niederländischen Konzern Shell-BP gefördert worden war. Anfang Juni 1967 war es zum Sechtagekrieg zwischen einer Koalition aus Ägypten, Syrien und Jordanien gegen Israel gekommen, von dem zu Beginn nicht absehbar war, wie weitreich seine Folgen sein würden. Unmittelbare Folge war der Einbruch von Erdölexporten aus Saudi Arabien, Irak, Kuwait, Qatar, Bahrein, Algerien und Libyen, wodurch Europa 1/3 weniger Öl bekam; zudem sperrte der ägyptisch Staatschef Nasser des Suez-Kanal. In Deutschland stammten damals 76% der Erölimporte aus Arabien und dem Iran, in Frankreich 82% und in Großbritannien 73%. Seit der Suez-Krise 1956, bei der es auch einen Ölexport-Stopp gab hatte die Atlantische Wirtschaftsgemeinschaft OECD ein Geheimpapier ausgearbeitet, nach dem die Erdölversorung Westeuropas in einer vergleichbaren Ölkrise durch die USA, Venezuela, Iran und eben Nigeria gedeckt werden sollten. Nun schien es also so, dass Frankreich die Rolle des Zwischenhändlers zwischen Nigeria/Biafra und Westeuropa von den Briten übernehmen wollte. In der nigerianischen Hauptstadt Lagos begannen Proteste gegen Frankreich und weiteten sich bald auf die gesamte nigerianische Diaspora aus, als die Todeszahlen exponentiell anstiegen. Insbesondere in London und New York City demonstrierten Befürworter und Gegner Biafras nicht immer friedlich.

0 Quellen

24.03.2020 — Guinea / São Tomé / Senegal

Meldung

Nicht vergessen! Die Guinea-Region befindet sich an der Küste Westafrikas. Sie umfasst insbesondere den Golf von Guinea, wo der Inselstaat São Tomé und Príncipe liegt, aber nicht nur den. Oberguinea umfasst die Länder Senegal, Gambia, *Guinea-Bissau*, *Guinea*, Sierra Leone, Liberia, Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Nigeria und Kamerun, wo Niederguinea ansetzt, zu denen noch *Äquatorial-Guinea*, Gabun, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo und Angola gehören. Neben Guinea-Bissau (bis 1973 Portugiesisch Guinea), Guinea (auch Guinea-Conakry; bis 1958 Französisch Guinea) und Äquatorial-Guinea (bis 1968 Spanisch Guinea) gab es früher Dänisch Guinea, Niederländisch Guinea und Schwedisch Guinea (allesamt heute in Ghana), sowie Togo und Kamerun als Deutsch Guinea. Unser europäischer Reichtum stammt offenkundig aus der Zeit, als wir diese Region zu wirtschaftlichen Zwecken ausbeuteten, und als wir dort unsere Perversionen auslebten. Ihren Namen haben die Küstenregionen von den Portugiesen und Spaniern bekommen, die hier als Erste im 15. und 16. Jahrhundert kolonisierten. Ironischerweise stammt der Name "Guinea" gar nicht aus einer Küstenregion und hat auch nichts mit Wasser zu tun. Oft wird auf den berberischen Ausdruck "Ghinawen" verwiesen, der „Land der Schwarzen/Verbrannten“ bedeute und über das Portugiesische als Guiné in die europäischen Sprachen gelangt sei. Die "Verbrannten" waren wohl in das Land der Berber, der Sahara gereist, um dort zu handeln, oder reisende Berber wussten von Begegnungen mit Schwarzen in der Sahelzone zu berichten... beides meilenweit von der nächsten Küste entfernt. Auch wird spekuliert, dass Guinea von "Ghana" stammt, doch das ist unwahrscheinlich, da das Kernland von Ghana weder an der Küste lag, noch Kontakte zu Europäern pflegte. Das Reich von Ghana lag im Mittelalter im heutigen Mali und Mauretanien. Das Wort heißt übersetzt "König der Krieger", spricht also für die Macht und den Einfluss des Reiches, hat aber nichts mit Guinea zu tun.

0 Quellen