Seite wird geladen …
NACHRICHTENvon Gestern und Heute
Land / Territorium

Lateinamerika

100Nachrichten

Nachrichten zu Lateinamerika

In Recherche öffnen

21.07.2024 — Westasien / Bangladesch / Aserbaidschan

Lateinamerika

Mehrheitlich rechts-konservativ eingestellte Regierungen von ARGENTINIEN, PARAGUAY, URUGUAY, COSTA RICA und GUATEMALA rufen VENEZUELAs Regierung Nicolás Maduro auf, Opposition vor nächste Woche anstehende Präsidentschaftswahlen nicht weiter zu unterdrücken.

8 Quellen

22.06.2024 — Niger / Burkina Faso / Mali

Extremwetter

Zahl der Toten durch Regenfluten in Süd-CHINA steigt auf 38; Neben Asien ist Lateinamerika eine der am meisten von Wüstenbildung betroffenen Weltregionen.

12 Quellen

02.06.2024 — Südafrika / Indien / El Salvador

Lateinamerika / Haiti

ALBA-Bund von Staaten mit linken Regierungen Lateinamerikas fordert dringende Aufarbeitung der MINUTSAH-Mission in HAITI, insbesondere bevor demnächst Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission in Haiti-Mission in Haiti beginnen soll.

16 Quellen

15.05.2024 — Singapur / Europa / Demokratische Republik Kongo

Lateinamerika

Laut Studie verschlechtert Mangelernährung Wirtschaftsleistung lateinamerikanischer Länder um durchschnittlich 6,4% des BIP; besonders Karibik durch hohe Lebensmittelpreise 60% der Bevölkerung von mäßiger bis schlimmer Ernährungsunsicherheit betroffen.

10 Quellen

04.05.2024 — Äthiopien / Togo / Liberia

Extremwetter

Heftige Regenfälle in Lateinamerika führen in südlichem BRASILIEN zu schlimmsten Überschwemmungen seit 80 Jahren mit 37 Toten (mit AP) und in HAITI zu 12 Toten bei Erdrutsch; Ägypten wird auch in diesem Sommer während Hitze erhebliche Stromausfälle erleben, da Gasspeicher für Gaskraftwerke weiterhin nicht ausreichend befüllt sind (mit Reuters).

22 Quellen

März 2024

Meldung

März 2024 Der März begann mit einer Reihe von Meldungen aus Haiti, die weltweit Aufsehen erregt haben. Die beiden größten Gangallianzen des Landes G9 und GPEP hatten Anfang des Jahres ein Bündnis geschlossen und greifen besonders seit dem 29. Februar gemeinsam staatliche Institutionen und Repräsentanten an. Infolgedessen konnte Premierminister Henry nicht von seiner Auslandsreise nach Guyana und Kenia, das die MMSS-Mission anführen soll, zurückkehren. Bei einem Sondersitzung der CARICOM und unter Teilnahme der USA und Frankreichs wurde Henrys Rücktritt und ein Übergang zu einem Präsidialrat bekanntgegeben, der jedoch auch 3 Wochen später noch nicht erfolgt ist. Ebenfalls in Lateinamerika finden sowohl Konfrontationen vor den Wahlen in Venezuela statt, als auch das erwartete Zerwürfnis zwischen der neuen Regierung Milei aus Argentinien und den linken Regierungen Südamerikas. Nicaragua war schließlich wegen seiner Klage gegen Deutschland wegen Beihilfe zum Völkermord in Gaza eine Topmeldung wert.

0 Quellen

19.03.2024 — China / Armenien / Irak

China

Direkte chinesische Auslandsinvestitionen stiegen 2023 im asiatisch-pazifischen Raum gegenüber Vorjahr um 37% auf 20Mrd$, in Lateinamerika sogar um 169% auf 3,3Mrd$; Investitionen gehen abnehmend in Immobilien und Bergbau und zunehmend in Industrie, Transport und Logistik; Rückgang der Investitionen in PHILIPPINEN, MONGOLEI und Papua-Neuguinea (von UKerkow); Seit 2022 deutliche Abnahme chinesischer Militär-Droheinsätze gegen Bewirtschaftung und Ausbeutung der von China beanspruchten Gebiete im Südchinesischen Meer durch andere Anrainerstaaten, wie VIETNAM und INDONESIEN (von GPoling); Weltgrößter Solarzellen-Hersteller Longi entlässt 1/3 seiner Angestellten angesichts hoher Produktionskosten durch hohe Energiekosten (von ALawson).

21 Quellen

16.03.2024 — Westafrika / Südamerika / Lateinamerika

Meldung

Diese Verkürzung ist natürlich auch falsch und birgt viele Missverständnisse, soll aber letztlich nur eine letzte weitere Gemeinsamkeit hervorheben. Denn auch die Militärs in Westafrika, die in Reaktion auf Massaker an der Zivilbevölkerung und ständigen Niederlagen gegen extremistische Milizen geputscht hatten, haben sich an die Macht gewöhnt und wollen sie gerne halten.

Die Militärregierungen in Südamerika sind teilweise als grausame Terrorregime in die Geschichte eingegangen und inspirieren dadurch bis heute militärische Kräfte weltweit mit der Annahme, man könne durch Staatsterror ein Machtsystem aufrechterhalten. Das Lateinamerika der 1970er galt aber auch als Laborversuch für die neoliberale, staatszerfressende Politik, wie sie spätestens seit den 2000ern dann im größten Teil der Welt Einzug fand und weltweit die Ausbeutung von immer mehr Menschen verschärfte. Mit Westafrika fand in den letzten Jahren in einer historisch umfassend ausgebeuteten Weltregion Putschs statt, die teilweise einen recht eindeutigen Ton gegenüber den bisherigen neokolonialen Ausbeutern, vereinfacht dem Staat Frankreich, einschlugen. Doch diese vereinzelten Putsch-Staaten könnten sich, wenn es denn tatsächlich in ihrem Interesse ist, gar nicht von den internationalen Monopolen lösen und auch nicht als gemeinsames AES-Bündnis genug Macht ausüben, um ihre Bevölkerung aus der Armut zu befreien.

0 Quellen

16.03.2024 — USA / Chile / Argentinien

Meldung

Vielmehr halte ich den historischen Vorlauf der putschierenden Militärs für einen erheblichen Faktor, um die Putschserie der 1970er und der 2020er zu unterscheiden. Damit meine ich nicht unbedingt die geopolitischen Umstände „zwischen Ost und West“, sondern die komplett unterschiedliche Situation des Militärs in den jeweils drei prominentesten Putsch-Staaten Chile, Argentinien und Brasilien, sowie Mali, Burkina Faso und Niger (oder Guinea). Das Militär in den lateinamerikanischen Staaten war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts teilweise bereits seit mehreren Generation eigentlich obsolet, weil es keine Kriege und somit keine Kriegseinsätze mehr gab. Nach einem kriegerischen 19. Jahrhundert, in dem die frisch unabhängig gewordenen Staaten ihre Grenzen mehrfach verschoben oder sich Regierungen gegenseitig wegen politischen Verwerfungen angriffen, war es seit den 1910ern zu einer Ruhe gekommen, die nur durch den brutalen Chacokrieg zwischen Bolivien und Paraguay ab 1932 und dem kurzen Krieg zwischen Ecuador und Peru im Juli 1941 unterbrochen, sowie durch den permanenten, latenten Kriegszustand in Kolumbien von 1948 bis heute getrübt wurde. Das ist angesichts des zeitlichen Rahmens zwischen 1910 und heute eine historische Phase relativen Friedens, die in der Weltgeschichte unvergleichlich ist. Für die Militärs in der Region stellte dieser Frieden eine existenzielle Bedrohung dar, da sie kaum gebraucht wurden: Ich argumentiere, dass die Putsch-Generäle Lateinamerikas eine gute Ausbildung hatten und ständiger Weiterbildung ausgesetzt waren, ihre Erfahrung aber nie erproben konnten, sodass sie die Sinnhaftigkeit ihrer Position anders generieren mussten. Dafür nutzten sie, wie der Argentinische Militärpräsident Videla ein ähnliches Vokabular, wie es heute noch verwendet wird: „Ein Terrorist ist nicht einfach jemand mit einem Gewehr oder einer Bombe, sondern auch jemand, der Gedankengut verbreitet, das sich gegen die westliche und christliche Zivilisation richtet“. Die Desintegration der eigentlichen Wortbedeutung von „Terror“ wird bei einer weiteren Aussage Videlas deutlich, mit der er das „Verschwindenlassen“ von schwangeren Frauen zu legitimieren versuchte: „Die Frauen, die ihre Kinder zur Welt brachten und die ich als Mütter respektiere, waren Militante, die an der Terrormaschine beteiligt waren. Viele benutzten ihre ungeborenen Kinder als menschliche Schutzschilde.“ Die aktuelle argentinische Vize-Präsidentin, Victoria Villarruel, gilt als radikale Verfechterin der Militärregierung Videla. Videla erfand so selber ein bedrohliches Szenario und bediente sich bei den von den USA erfundenen Bedrohungs-Szenarien der Sowjetunion als genial-zerstörerischen globalen Terrorismus-Förderers, um selber radikale Maßnahmen, wie eine militärische Machtergreifung durchzuführen und Paranoia zu verbreiten. Während bei den prominenten Putschs in Lateinamerika also erst eine mehr oder weniger akute Gefahr konstruiert werden musste, sind die prominenten Putschs in Westafrika das Ergebnis davon, dass Teile des Militärs fahrlässig einer Gefahr ausgesetzt waren. Die Militärregierungen Lateinamerikas begründeten ihre Putschs und ihre repressive Politik mit dem Kampf gegen den Terror der „Roten Gefahr“, und ließen sich dabei oft genug von der CIA oder der US-Botschaft in den jeweiligen Ländern leiten oder helfen, aber der tatsächliche Ursprung dieser Putschs liegt meiner Meinung nach darin, dass weder Videla, noch Pinochet, noch die anderen lateinamerikanischen Militärs zu ihren Lebzeiten eine sinnvolle Aufgabe gehabt hatten, außer die Macht zu übernehmen und sie zu halten.

3 Quellen