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Benin / Nigeria / Kano

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Nicht vergessen! Mit ihrem unternehmerischen Geist trieb es viele Igbo in die großen Städte der neuen Republik, auch außerhalb des Südostens. In Lagos und Benin (Stadt in Nigeria) im Westen und in Kano und Kaduna im Norden gab es bald eine beachtliche Igbo-Minderheit, die wirtschaftlich erfolgreich war. Insbesondere im Norden fühlte sich die Bevölkerung und die Elite bald mehr als unangenehm mit dem Erfolg, den die zugewanderten Igbo hatten. 1964 formulierte der Premierminister der nördlichen Region Sir Ahmadu Bello seine Abneigung gegen Igbo so: "Die Igbos sind a-moralische Menschen, deren Ziel es ist, über alle andere zu herrschen. Sie wollen alles monopolisieren." Diesen Vorwurf kennen wir aus der europäischen Geschichte gegen die Juden. Es war die feindliche Gesinnung des Nordens, die dazu führte, dass ein Bürgerkrieg sich zu entwickeln begann. 1966 waren die Nigerianer der politischen Elite wegen ihres ausschweifenden Lebensstils und mangelndem Verständnis für die Erwartungen der Bevölkerung verdrüssig. Gerüchte über Wahlbetrug, Korruption und schmutzige Deals mit ausländischen Konzernen bewahrheiteten sich mit der Zeit. Mit dem Rückhalt der südlichen Bevölkerung versuchte der Igbo-Major Chukwuma Kaduna Nzeogwu den "Putsch gegen die fünf Höchsten", den Präsidenten, den Premierminister und die drei Premiers der drei Landesteile (darunter jener Sir Bello). Doch tatsächlich tötete er nur Angehörige der Fulani und der Yoruba, während der Premier des Südostens, sowie der Präsident Nnamdi Azikwe überlebten, die beide Igbo waren. Der Putsch wurde durch einen vierten Igbo niedergeschlagen, dem General-Major Johnson Aguiyi-Ironsi, der kurzzeitig zum Interims-Präsidenten Nigerias erklärt wurde. Obwohl sowohl Putschist, alsauch Gegenputschist Igbo waren, verbreitete sich im Norden sehr schnell die nicht ganz unhaltbare Verschwörungstheorie, dass das alles der Plan von Aguiyi-Ironsi gewesen sei, um die Fulani von der Vorherrschaft in Nigeria zu verdrängen.

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Russland / Welternährungsprogramm / Italien

In Kürze

Laut Internationaler Währungsfonds steht Weltwirtschaft Rückgang um 3% bevor; bei Weltwirtschaftskrise 2009 waren es 0,1%; erlässt 25 armen Ländern Schulden und Stellt Benin und Ghana MioKredite aus.

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Guinea / São Tomé / Senegal

Meldung

Nicht vergessen! Die Guinea-Region befindet sich an der Küste Westafrikas. Sie umfasst insbesondere den Golf von Guinea, wo der Inselstaat São Tomé und Príncipe liegt, aber nicht nur den. Oberguinea umfasst die Länder Senegal, Gambia, *Guinea-Bissau*, *Guinea*, Sierra Leone, Liberia, Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Nigeria und Kamerun, wo Niederguinea ansetzt, zu denen noch *Äquatorial-Guinea*, Gabun, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo und Angola gehören. Neben Guinea-Bissau (bis 1973 Portugiesisch Guinea), Guinea (auch Guinea-Conakry; bis 1958 Französisch Guinea) und Äquatorial-Guinea (bis 1968 Spanisch Guinea) gab es früher Dänisch Guinea, Niederländisch Guinea und Schwedisch Guinea (allesamt heute in Ghana), sowie Togo und Kamerun als Deutsch Guinea. Unser europäischer Reichtum stammt offenkundig aus der Zeit, als wir diese Region zu wirtschaftlichen Zwecken ausbeuteten, und als wir dort unsere Perversionen auslebten. Ihren Namen haben die Küstenregionen von den Portugiesen und Spaniern bekommen, die hier als Erste im 15. und 16. Jahrhundert kolonisierten. Ironischerweise stammt der Name "Guinea" gar nicht aus einer Küstenregion und hat auch nichts mit Wasser zu tun. Oft wird auf den berberischen Ausdruck "Ghinawen" verwiesen, der „Land der Schwarzen/Verbrannten“ bedeute und über das Portugiesische als Guiné in die europäischen Sprachen gelangt sei. Die "Verbrannten" waren wohl in das Land der Berber, der Sahara gereist, um dort zu handeln, oder reisende Berber wussten von Begegnungen mit Schwarzen in der Sahelzone zu berichten... beides meilenweit von der nächsten Küste entfernt. Auch wird spekuliert, dass Guinea von "Ghana" stammt, doch das ist unwahrscheinlich, da das Kernland von Ghana weder an der Küste lag, noch Kontakte zu Europäern pflegte. Das Reich von Ghana lag im Mittelalter im heutigen Mali und Mauretanien. Das Wort heißt übersetzt "König der Krieger", spricht also für die Macht und den Einfluss des Reiches, hat aber nichts mit Guinea zu tun.