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Asien

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Letzte statistische Bilanz 2020: Vergleich der Erwähnungen zwischen 2019 und 2020. Hellgrün ist eine relative Zunahme um eine Farbstufe (siehe Farbschema gestern), Türkis um zwei Farbstufen. Hellorange ist eine relative Abnahme um eine Farbstufe, und Weiß ist gleichbleibend. Insgesamt haben 2020 die Nachrichten aus allen Kontinenten außer Asien im Vergleich zu 2019 zugenommen.

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USA / Welt / Afrika

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Auch keine Lösung für die Übel dieser Welt wird Joe Biden sein, der die Präsidentschaftswahlen in den USA gewonnen hat. Die meisten von uns werden das Privileg gehabt haben, nicht direkt unter dem gelitten zu haben, was sein Vorgänger und noch amtierender Präsident Donald Trump erzeugt hat. Donald Trumps anti-moralischer Präsidentschaft ist geprägt von seiner zynischen Grundeinstellung gegenüber der liberalen Gesellschaft (u.a. zum Ausdruck gekommen, als er sich mehrmals zum Sieger erklärte (4.11)). Doch er ist ihr Ergebnis. Seine Präsidentschaft zeigt uns, wo die vielen Schwachstellen des politischen und gesellschaftlichen Systems der USA liegen, das unserem in Mitteleuropa ähnlich ist. Die Abwahl Donald Trumps ist meiner Meinung nach ein Segen für die Welt, aber Joe Biden ist die Traufe, die Trumps Sozialverhalten die letzten Jahre verhöhnt hatte. Es war meiner Meinung nach die lebensnotwendige Priorität „Corona“, die Joe Biden letztlich zum Sieg verholfen hat.

Bilder haben trotz ihrer unglaublichen Gesamtmenge auch noch im Jahr 2020 eine enorme Wirkung. In Bezug auf die Corona-Pandemie waren das im Frühjahr die Bilder von überfüllten Krankenstationen im italienischen Bergamo, die Kühllaster für die Leichen in New York und auch die kurzzeitige Besetzung der Reichstagstreppen. Weil Bilder häufig zu Propagandazwecken missbraucht werden können, ist es wichtig, dass genug Bilder entstehen, also genug Szenen dokumentiert werden, um ein möglichst vollständiges Verständnis für die Situation zu schaffen. In diesem Monat ist uns auf den drei Kontinenten Afrika, Europa und Asien vor Augen geführt worden, was geschieht, wenn diese Dokumentation nicht stattfindet. Im Südkaukasus kämpften Armenische Truppen zusammen mit Bergkarabach gegen die aserbaidschanische Armee, die die Unterstützung der Türkei sicher hatte. Der Krieg endete mit dem Sieg Aserbaidschans und einem Waffenstillstandsabkommen, das die Souveränität und das Territorium der unabhängigen, aber international nicht anerkannten Republik Bergkarabach stark beschneidet (10.11,14.11). Der Krieg hat zwar mediale Aufmerksamkeit erhalten, doch Journalisten waren im Kriegsgebiet nicht zugelassen.

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Europa / Nordafrika / Westafrika

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Als Migrant gilt jemand, der länger als ein Jahr in einem Land lebt, das nicht sein Herkunftsland ist. Heute leben 10 Millionen afrikanische Migranten in Europa, davon 5,18 Millionen aus Nordafrika, 1,64 Millionen aus Westafrika, 1,47 Millionen aus Ostafrika und eine weitere Millionen aus Zentral- und Südafrika. Im Vergleich dazu leben in Europa 21 Millionen Migranten aus Asien, vor allem aus der Türkei, dem Mittleren Osten, China und Indien. Außerdem 5 Millionen aus Lateinamerika, wohingegen in Angloamerika 25 Millionen Migranten aus Lateinamerika stammen, sowie 16 Millionen aus Asien. Innerhalb der einzelnen Kontinente gibt es 21 Millionen intrakontinentale Migranten in Afrika, 42 Millionen in Europa und 65 Millionen in Asien. Die Zahl der afrikanischen Migranten nach Europa landet demnach nur auf dem 7. Platz und entspricht keiner "Migrationsflut".

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USA / Mexiko / Südamerika

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[16.10. 06:41] Nahuel: *Nicht vergessen!* Außerhalb des Fruchtbaren Halbmonds und Ostasiens ist über die Entstehung der Landwirtschaft weit weniger bekannt, da es nur wenige Orte gibt, an denen moderne archäologische Methoden angewendet werden können. Die amerikanische Landwirtschaft entstand zuerst im heutigen Mexiko, wo 8000 vor Christus Kürbis und Paprika domestiziert wurden vor 9000 Jahren der Mais. Dieser entwickelte sich aber erst 2500 Jahre später zur lebensdefinierenden Ernährungsmethode. Im mexikanischen Hochland begann 3000 v.Chr. der Anbau von Avocado und Grünen Bohnen, 1500 Jahre später der Anbau von Baumwolle. Um die Zeitenwende wurden Truthahn und Moschusente domestiziert. Auf dem gesamten amerikanischen Kontinent gab es nur wenige Tierarten, die sich überhaupt domestizieren ließen. [17.10. 13:42] Nahuel: *Nicht vergessen!* In Südamerika wurden in den nördlichen Anden vor rund 9000 bis 8000 Jahren getreideähnliche Früchte wie Quinoa und Amarant domestiziert. Zur gleichen Zeit kamen Karoffeln, Erdnüsse und Baumwolle hinzu. Zudem wurden Lamas und Alpakas gezüchtet, die zum einzigen Lasttier des Kontinents wurden. Daneben wurde in Südamerika nur das Meerschweinchen zum Nutztier. Umstritten ist, ob es auch im Amazonasbecken zu einer eigenständigen Entstehung des Ackerbaus gekommen ist. Viele Indizien sprechen für einen planmäßigen Anbau von den Knollen Maniok und Süßkartoffeln. Eindeutig belegt ist eine eigenständige Entwicklung der Landwirtschaft im Osten der heutigen USA 2500 v.Chr. Hier wurden Sonnenblumen kultiviert und auch der Truthahn gezüchtet. [18.10. 06:56] Nahuel: *Nicht vergessen!* Australien und Neuguinea blieben nach der Besiedelung vor 60.000 Jahren weitesgehend isoliert vom Rest der Welt, da nach dem Ende der Eiszeit die Meeresspiegel stiegen und die Landbrücke nach Asien verschwand. In Australien gab es keine Landwirtschaft und es entwickelte sich stattdessen eine angepasste Jäger- und Sammlerkultur. Im Hochland von Neuguinea bauten die Menschen vor 10.000 Jahren Zuckerrohr, Bananen und die Knolle Taro an. Vor 9000 Jahrem wurden dazu gezielt Gärten angelegt, um sie vor Wildschweinen zu schützen. An der Küste kultivierten die Neuguineaner die Sago- und die Kokospalme. Die Nutztiere Schwein und Huhn auf Neuguinea und in Australien wurden über Umwege von Südostasien mit Booten um 1600 v.Chr. bis 1500 v.Chr. gebracht.

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Iran / Welt / Indien

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Zur Entstehung der Landwirtschaft im Fruchtbaren Halbmond gehört auch die Domestikation von Tieren. Im heutigen Iran in den Zagros-Bergen wurden vor 10.000 Jahrem die ersten Ziegen und im türkischen Taurus-Gebirge die ersten Schafe domestiziert. 1000 Jahre später kamen Schweine hinzu. Vor 8500 Jahren folgte das Rind, das aus dem gefährlichen Auerochsen entstanden war und dessen schwierige Domestikation in der heutigen Welt auch noch erkennbar ist. Da das Rind ungemein stark war, verehrte man es in vielen Kulturen wie heute noch als heilige Kuh in Indien oder in den spanischen Stierkampfarenen. 6000ya wurde das Pferd in der Ukraine und 5500ya in Ägypten der Esel domestiziert, die der Feldwirtschaft als Düngelieferant und als Zugtiere voranhalfen. Mit der Domestikation des Kamels vor 3500 Jahrem (lange nach der Errichtung der Pyramiden von Gizeh) wurde erstmals das Nomaden-Leben wieder attraktiver, welches in Teilen der Welt bis heute anhält. Das Kamel wurde von Zentralasien bis Nordafrika ein beliebtes Haustier. Vom Vorderen Orient aus verbreitete sich die Landwirtschaft nach Asien, Europa und Afrika.

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Welt / Namibia / Europa

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ält ihr einjähriges Kind im Arm und stillt es an der Brust. Dabei versucht sie, nebenbei auch etwas zu essen. Das Baby will mal etwas anders probieren als nur Muttermilch und greift nach dem Stück Fleisch. Die Mutter stößt es weg, doch das Kind bleibt hartnäckig und während es so nach dem Fleisch hin strebt stammelt es frustriert "Gaga!". Frau Ug die der Szene beiwohnt macht dem Kind amüsiert nach und imitiert "Gaga!". So wird es im Stamm zum beliebten Witz, dass man so tut, als ob man jemandem sein Fleisch wegnimmt und dabei "Gaga" sagt. Vielleicht beginnen ältere Kinder auch im Ernst "Gaga" zu sagen, wenn sie Fleisch wollen oder wenn sie der Ansicht sind, dass die Erwachsenen das Fleisch unfair verteilen. Sprache ist durch Ausprobieren entstanden und war weder geplant noch aktiv entstanden. [16.9. 17:39] Nahuel: *Nicht vergessen!* Vor rund 50.000 Jahren muss mit dem menschlichen Gehirn etwas Grundstürzendes. Überall auf der Welt begannen die Menschen damit, feste Muster zu schaffen. Schmuck zur Verzierung des Körpers anzufertigen und Darstellungen von Tieren zu produzieren zeugt davon, dass die Menschen ihre Umgebung erkundeten und interpretierten. Es ist gut möglich, dass zu dieser Zeit das Hirn zum ersten Mal in der Lage war, eine Persönlichkeit und Identität zu entwickeln. Die Menschen wie wir sie heute kennen mit Kreativität, Moral und Glaube entstand wohl vor 50.000 Jahren. Die Kooperation verschiedener individueller Erfahrungen spiegeln sich seitdem in Kunstwerken wieder. Die "Schwimmenden Rentiere von Montastruc", eine aus Mammut-Elfenbein geschnitzte Figur von 13.000ya haben mehrere Arbeitsschritte von dem Abtrennen des Stoßzahns bis zur Politur mit pulverisiertem Eisenoxid erlebt. Das Stück ist anatomisch so korrekt, dass es ein Schlachter gewesen sein muss, aber die rennende Beinhaltung gibt ebenso die Realität wieder, dass nur ein Jäger die Schnitzerei angefertigt haben konnte. Es war aber wohl eine geschwächte Person, die der Gemeinschaft wertvoll war dadurch, dass sie Berichte der Jäger und Schlachter über die Rentiere sammelte und in diesem Kunstwerk bündlete. In harten Zeiten waren solche Figuren Hoffnung, wieder ein Tier erlegen zu können. Die Menschen brauchten damals die Erlaubnis der Natur, in ihr zu leben und deswegen bildeten sie sie ab, um sich an sie zu erinnern. [17.9. 19:04] Nahuel: *Nicht vergessen!* Die Eiszeit, von der wir gerne reden ist tatsächlich nur eine Kaltzeit gewesen. Auf diese Kaltzeit folgte vor rund 12.000 Jahren die Warmzeit in der wir heute leben. Sowohl Kaltzeit, alsauch Warmzeit gehören zur aktuell laufenden Eiszeit. Wenn die Pole und Hochgebirge nicht mehr vergletschert sind, hört die Eiszeit auf. Während der letzten Kaltzeit, der Weichsel/Würm-Kaltzeit, war ganz Nordeuropa nördlich des Mains und ein großes Umfeld der Alpen von einer kilometerdicken Eisschicht bedeckt. Das heißt nicht, dass die Region um Mitteleuropa nicht mindestens ebenso kalt und unwirtlich war. Zwar waren große Teile Tundren, doch Funde im Rheintal lassen für das dortige Klima andere Schlussfolgerungen ziehen. In der Vorgeschichte war Mitteleuropa nicht dicht bewaldet, stattdessen herrschten savannenartige Verhältnisse aus Gräsern. Herden von Mammuts, Bisons und Saiga-Antilopen konnten in dieser fruchtbaren Region gut leben. Da es im Rheintal besonders warm war zogen hier im Sommer wie im Winter große Herden vieler Tierarten durch. Das Rheintal war ein ähnlicher Hotspot wie heutzutage die Etosha-Pfanne in Namibia, wo jährlich Millionen Gnus und Zebras wandern. Die eiszeitliche Mammutsteppe überzog fast die gesamte Nordhalbkugel. Sibirien und Alaska waren nicht durch die Beringstraße getrennt, weil der Meeresspiegel viel niedriger war. Das jetzige Europa, Asien und weite Teile Nordamerikas bildeten damals ein gigantisches Ökosystem. Das ist die Welt, in der sich der moderne Mensch entwickelt hat. Die Großtierherden erhielten ihr klimatisches System, indem Bakterien in ihrem Magen gar nichts anderes zuließen, als Dung für hochwachsende Gräser zu produzieren. Raubtieren wie Großkatzen- und Hundearten war.