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Bananen

9Nachrichten

Nachrichten zu Bananen

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26.07.2025 — Taiwan / Thailand / Kambodscha

Kolumbien / USA

Kolumbianisches Gericht verurteilt 7 Ex-Führungskräfte des Bananen-Konzerns Chiquita wegen Unterstützung der AUC-Milizen zu je 11 Jahren Haft; Chiquita hatte bereits 2007 Unterstützung der AUC gestanden (von APerez).

13 Quellen

17.02.2024 — Äthiopien / Afrika / Senegal

Ecuador

Regierung Daniel Noboa rückt von Plan ab, alte sowjetische Waffen im Tausch gegen moderne Waffen in die USA zu senden, woraufhin RUSSLAND Embargo auf ecuadorianische Bananen erlegt hatte.

19 Quellen

07.02.2024 — Westasien / Kasachstan / Thailand

Ecuador

RUSSLAND kündigt Importverbot für Bananen aus Ecuador an, nachdem dortige Regierung Daniel Noboa ankündigt, alte sowjetische Waffen als Altmetall an USA zu liefern und im Gegenzug modernere Waffen zu erhalten; Parlament lehnt geplante Mehrwertsteuererhöhung Noboas auf 15% zur Finanzierung der Bandenbekämpfung ab.

18 Quellen

23.07.2023 — Indien / Agrarwelt / Kenia

Agrarwelt

RUSSLAND verspricht afrikanischen Staaten vor Russland-Afrika-Gipfel nächste Woche Getreideversorgung für die Länder, die durch Ende des UN-Getreideexportabkommen kein Getreide mehr aus UKRAINE bekommen (mit AFP); Getreidepreise auf Internationalen Märkten beginnen nach kurzer Ruhephase zu steigen; EU und EU-Länder werfen Russland vor, Hunger als Waffe einzusetzen (von DHaas); Russland hatte Getreideexportabkommen nicht verlängert, da seine Bedingung, die Wiederangliederung der russischen Agrarbank an das internationale Zahlungssystem Swift nicht erfüllt wurde (von RBathon); Weltgrößter Reisexporteur INDIEN erteilt partielles Reis-Exportverbot, um inländische Lebensmittelinflation zu bekämpfen, nachdem 20%-Exportzoll-System gescheitert ist (von KMakortoff und JPartridge); Soja-Ernte in ARGENTINIEN 2023 wegen Dürre wohl niedrigste seit 24 Jahren (von JReidy); Bananen-Bauern+ errichten in PARAGUAY Straßensperre an Grenze zu Argentinien aus Protest gegen mangelnde staatliche Hilfe beim Kauf von Düngemittel (von lvm und drl).

20 Quellen

05.09.2022 — USA / Belize / Guatemala

Meldung

Auch die Geschichte der Gewerkschaften, die seit der Mitte des 20. Jahrhunderts in Belize und während der Unabhängigkeitsbewegung wichtige Rollen spielten, spiegelt die Macht des US-Einflusses wieder. Die Gewerkschaften von Belize hatten sich seit den 1940ern an den Gewerkschaften des Nachbarlandes Guatemala orientiert. In Guatemala befanden sich die Gewerkschaften unter Einfluss der bis 1952 verbotenen kommunistischen PGT-Partei. Sie befürwortete eine vom guatemaltekischen Präsidenten Jacobo Árbenz Guzman geplante Enteignung der Bananen-Plantagen des US-Konzern United Fruit Company UFC. Die UFC initiierte daraufhin eine massive Propaganda-Offensive innerhalb der USA, um die CIA zu überzeugen, dass Árbenz ein Kommunist sei und seine Regierung gestürzt werden müsse. Zeitgleich fanden in Honduras große Gewerkschaftsstreiks auf den Bananenplantagen statt, sodass auch eine reale Bedrohungskulisse für die UFC entstand. Der US-Präsident Eisenhower beauftragte daraufhin die CIA mit der Organisation eines Putsches, der 1954 durchgeführt wurde. Die „Bananenrepublik“ war geboren. Die erste Amtshandlung des neu eingesetzten Diktators Castillo Armas war der Verbot der Gewerkschaften. Die guatemaltekisch geprägten Gewerkschaften von Belize wurden in den folgenden Jahren als „rote Gefahr“ dargestellt, was zur Verschlechterung zwischen den beiden Ländern beitrug.

Als 1985 die belizische Bananenindustrie privatisiert wurde, begannen die Bananenplantagenbesitzer, sich der gewerkschaftlich organisierten belizischen Arbeiter zu entledigen und stattdessen Arbeitsmigranten aus Guatemala, El Salvador und Honduras anzustellen, was die Gewerkschaften schwächte. Die Arbeitsbedingungen verschlechterten sich rasant. Insbesondere ab den 1990ern bemühte sich der der irische Früchtekonzern Fyffes Ltd. um die Entmachtung und Auflösung dieser noch immer recht starken, linken Gewerkschaften. Als 1995 die Bananenarbeitergewerkschaft UBBWU eine Offensive durchführte, auch die Arbeitsmigranten gewerkschaftlich zu organisieren, wofür es eine 51%ige Mehrheit der Plantagenangestellten braucht, entließ Fyffes Ltd. die 15 UBBWU-Gewerkschaftsführer. Es folgte ein Streik auf drei Fyffes-Plantagen, der aber nur drei Tage lang ging. Denn nach drei Tagen wurden 350 Streikende von belizischen Sicherheitskräften eingesammelt und unverzüglich nach Guatemala abgeschoben. An die Stelle der alten UBBWU-Gewerkschaft trat die von der Fyffes-Führung gegründete, interne Angestelltenvertretung „Solidarity“. Auch 1996 war für die UBBWU ein Jahr der Rückschläge, da das harmlose „Solidarity“-Konstrukt sich ausbreitete und die UBBWU in keiner einzigen Plantage Fuß fassen konnte (8). Solche Fälle von „Union-Busting“, also „Gewerkschaftszerschlagung“ geschah auch in Zabanehs Mayan-King-Plantagen zum Beispiel 2001, als sie unrechtmäßg sechs CWU-Gewerkschaftsführer entließ.

Nach einem jahrzehntelangem Kampf der transnationalen Konzerne und belizischen Plantagenbesitzer gegen gewerkschaftlich organisierte Arbeiter und Arbeitnehmerrechte, sind die Arbeitsbedingungen und politischen Möglichkeiten auf den Plantagen immer geringer geworden, während der Einfluss der Agrarindustrie auf die Regierung immer mehr zunimmt. Es ist daher kein Wunder und ihnen nicht zu einem Vorwurf zu machen, dass den 1200 im Jahr 2015 entlassenen Arbeitsmigranten nichts anderes übrig blieb, als ihre Forderungen auf Pappkartons zu schreiben und diese am Straßenrand aufzustellen. Mehr Handlungsspielraum hatten Sklaven auch nicht.

4 Quellen

05.09.2022 — USA / Belize / Sinaloa

Meldung

4 Proteste und Gewerkschaften Laut einem Beitrag von Deutschlandfunk Kultur aus dem Juni 2020 ist die Selbstbezeichnung der Belizier als „Sklaven“ üblich, um die sozialen und politischen Verhältnisse im Land kritisch zu beschreiben. Dem zufolge wird kritisiert, dass eine „Sklaven-Mentalität“ herrsche, wodurch arme und ungebildete Belizier mehr kontrolliert werden könnten. Das Misstrauen gegenüber Staat und Regierung habe ich bereits erwähnt, aber es schlägt sich nicht nur in Passivität nieder. Belize hat eine lange Geschichte von Protest und Widerstand, der jedoch immer wieder erfolgreich von der belizischen Elite und internationalen Konzernen niedergeschlagen wurde.

2020 fanden im Hafen der größten Stadt von Belize, Belize-Stadt, Demonstrationen der 150 gewerkschaftlich organisierten Hafenarbeiter statt. Sie warfen den Zucker-Exporteuren vor, den Export von Belize-Stadt nach Big Creek verlagern zu wollen, wo die Hafenarbeiter nicht gewerkschaftlich organisiert sind. Zucker ist das wichtigste Exportgut von Belize und sein Handel wird von zwei belizischen Unternehmen kontrolliert. Im März 2020 erlangten die Proteste einen ersten Höhepunkt, als auch weitere Gewerkschaften zu Protesten aufriefen, um die beiden Unternehmen zu bewegen, ihre geheimen Absprachen offenzulegen. Es begann ein viertägiger Streik. Bis Ende Juni waren weitere Proteste wegen des Corona-Lockdowns und des Notstands nicht möglich. Im Juli fand eine neue Protestaktion statt, bei der die Polizei scharf mit Gummigeschossen schoss und einen Protestierenden schwer verrletzte. Im August 2020 unterzeichneten die Gewerkschaft und die Unternehmen schließlich einen Tarifvertrag, der die Arbeitszeiten regelte, was als Erfolg gewertet wurde. Aber die Umstrukturierung des Zuckerexportmarkts zu Gunsten des Hafens von Big Creek wurde nicht besprochen. Insofern haben die Proteste nicht ihr zentrales Ziel erreicht. Sie haben Teile ihrer Arbeitnehmerinteressen durchgesetzt, aber kein langfristiges Konzept erkämpft, wie Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessert werden können, auch für die Hafenarbeiter von Big Creek. Es ist unter anderem dem Modell von Gewerkschaften geschuldet, dass zugrundeliegende Probleme des kapitalistischen System nicht erfolgreich angegangen werden. Das liegt möglicherweise auch daran, dass die Zuckerindustrie ihre Interessen in der Regierung gut vertreten kann und so der Einsatz von Gummigeschossen überhaupt erst möglich wurde. Nicht nur die Zucker-, sondern auch die Bananen-Industrie ist in den letzten Jahrzehnten enorm mächtig geworden.

Die Schwäche von Protesten war auch 2015 auffällig, als mit einem Schlag 1200 zentralamerikanische Arbeitsmigranten von den Bananen-Plantagen des größten Bananen-Unternehmen des Landes entlassen wurden. Dem Besitzer von Mayan King Bananas, John Zabaneh, waren 2012 vom Finanzministerium der USA Verbindungen zum mexikanischen Sinaloa-Kartell und dem Drogenhändler „El Chapo“ vorgeworfen worden, woraufhin es Sanktionen gegen ihn erließ. Belize gilt als Land, das laut USA „bei der Erfüllung (seiner) internationalen Verpflichtungen nachweislich versagt [hat]“. Gemeint damit sind die "internationalen Verpflichtungen", die die USA Belize auferlegt. Zabaneh wies den Vorwurf von sich, klagte 2017 sogar gegen das US-Finanzministerium und gewann 2022 den Prozess. Aber in der Zwischenzeit waren seine Geschäftspartner, namentlich der irische Früchtekonzern Fyffes Ltd. von ihm abgerückt und Mayan King Bananas musste seine Plantagen schließen. Der us-amerikanische „War On Drugs“ führte in Belize also dazu, dass 1200 Arbeitsmigranten die wirtschaftliche Grundlage ihrer Existenz entzogen wurde. Die US-NGO NACLA wirft die Frage auf, inwiefern US-Drogenpolitik Verantwortung für die Notlage gefährdeter Landarbeiter übernehmen muss. Doch die Formulierung ihrer Interessen mussten die Arbeiter auf kleine Protestbanner beschränken. Wie soll man auch erfolgreich gegen eine dermaßen einflussreiche Politik einer solchen Macht, wie der USA protestieren, die Belize, wie ganz Lateinamerika, als ihren Hinterhof betrachtet?

5 Quellen

18.10.2019 — USA / Mexiko / Südamerika

Meldung

[16.10. 06:41] Nahuel: *Nicht vergessen!* Außerhalb des Fruchtbaren Halbmonds und Ostasiens ist über die Entstehung der Landwirtschaft weit weniger bekannt, da es nur wenige Orte gibt, an denen moderne archäologische Methoden angewendet werden können. Die amerikanische Landwirtschaft entstand zuerst im heutigen Mexiko, wo 8000 vor Christus Kürbis und Paprika domestiziert wurden vor 9000 Jahren der Mais. Dieser entwickelte sich aber erst 2500 Jahre später zur lebensdefinierenden Ernährungsmethode. Im mexikanischen Hochland begann 3000 v.Chr. der Anbau von Avocado und Grünen Bohnen, 1500 Jahre später der Anbau von Baumwolle. Um die Zeitenwende wurden Truthahn und Moschusente domestiziert. Auf dem gesamten amerikanischen Kontinent gab es nur wenige Tierarten, die sich überhaupt domestizieren ließen. [17.10. 13:42] Nahuel: *Nicht vergessen!* In Südamerika wurden in den nördlichen Anden vor rund 9000 bis 8000 Jahren getreideähnliche Früchte wie Quinoa und Amarant domestiziert. Zur gleichen Zeit kamen Karoffeln, Erdnüsse und Baumwolle hinzu. Zudem wurden Lamas und Alpakas gezüchtet, die zum einzigen Lasttier des Kontinents wurden. Daneben wurde in Südamerika nur das Meerschweinchen zum Nutztier. Umstritten ist, ob es auch im Amazonasbecken zu einer eigenständigen Entstehung des Ackerbaus gekommen ist. Viele Indizien sprechen für einen planmäßigen Anbau von den Knollen Maniok und Süßkartoffeln. Eindeutig belegt ist eine eigenständige Entwicklung der Landwirtschaft im Osten der heutigen USA 2500 v.Chr. Hier wurden Sonnenblumen kultiviert und auch der Truthahn gezüchtet. [18.10. 06:56] Nahuel: *Nicht vergessen!* Australien und Neuguinea blieben nach der Besiedelung vor 60.000 Jahren weitesgehend isoliert vom Rest der Welt, da nach dem Ende der Eiszeit die Meeresspiegel stiegen und die Landbrücke nach Asien verschwand. In Australien gab es keine Landwirtschaft und es entwickelte sich stattdessen eine angepasste Jäger- und Sammlerkultur. Im Hochland von Neuguinea bauten die Menschen vor 10.000 Jahren Zuckerrohr, Bananen und die Knolle Taro an. Vor 9000 Jahrem wurden dazu gezielt Gärten angelegt, um sie vor Wildschweinen zu schützen. An der Küste kultivierten die Neuguineaner die Sago- und die Kokospalme. Die Nutztiere Schwein und Huhn auf Neuguinea und in Australien wurden über Umwege von Südostasien mit Booten um 1600 v.Chr. bis 1500 v.Chr. gebracht.

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