Uganda / USA / Mali
Uganda
Uganda will sich noch im Mai aus Militäreinsatz im Osten der Demokratischen Republik Kongo gegen islamistische Allied Democratic Forces zurückziehen; Anti-IS-Gipfel in Marokko.
Uganda will sich noch im Mai aus Militäreinsatz im Osten der Demokratischen Republik Kongo gegen islamistische Allied Democratic Forces zurückziehen; Anti-IS-Gipfel in Marokko.
Demokratische Republik Kongo und Uganda wollen Truppenpräsenz im Osten der Demokratischen Republik Kongo im Kampf gegen Allied Democratic Forces erhöhen; seit bald 1 Jahr Kriegszustand.
Kenianische Elite-Truppen töten 5 Allied Democratic Forces-Kämpfer+ im Osten der Demokratischen Republik Kongo; neben Kenia, Demokratische Republik Kongo und Uganda, mutmaßlich Ruanda (31.3) im Osten der Demokratischen Republik Kongo militärisch aktiv.
30 Tote bei mutmaßlichen Allied Democratic Forces-Angriffen im Osten der Demokratischen Republik Kongo; Premierminister Lukonde zu Besuch in betroffenen Provinzen.
Islamistische Allied Democratic Forces tötet >12 Zivilisten+ im Osten der Demokratischen Republik Kongo; Laut UN verlieren IS-zugehörige Milizen in Afrika an Macht.
Präsident von Ruanda, Mosambik und Demokratische Republik Kongo treffen sich in Jordanien zu Gesprächen über Terrorismusbekämpfung; Ruanda bereits in Mosambik gegen ASWJ im Einsatz; Krieg von Demokratische Republik Kongo und Uganda gegen Allied Democratic Forces stockt.
Krankenhäuser in Großstadt Beni im Osten der Demokratischen Republik Kongo wegen Kämpfen mit Regierungstruppen und Allied Democratic Forces-Miliz (28.2) mit Schwerverletzten überfüllt; ADF-Terrorzelle in Uganda ausgehoben; hatte wohl neue Kämpfer rekrutiert und Bombenanschläge geplant.
USA verhängen Sanktionen gegen 4 mutmaßliche IS-Finanziers in Südafrika; wohl Verbindungen zu ASWJ und Allied Democratic Forces.
20 Tote im Osten der Demokratischen Republik Kongo bei mutmaßlichem Allied Democratic Forces-Angriff; Demokratische Republik Kongo-Streitkräfte konnten angegriffenes Dorf zunächst nicht identifizieren, da ADF keine Feuerwaffen verwendet hatte; Betroffene Provinz seit Mai 2021 unter Kriegsrecht.
Allied Democratic Forces verliert Kontrolle über Flugplatz.
Mutmaßliche Codeco-Milizionäre (23.11) töten 60 Intern Vertriebene im Osten der Demokratischen Republik Kongo; Codeco- und Mouvement du 23-Mars-Aktivitäten (26.1) nehmen seit ugandischem Militäreingriff im Kampf gegen Allied Democratic Forces-Miliz und Verhängen des Kriegsrechts (1.5) in Provinz Ituri zu.
Ugandische Armee bereitet Finanzierung für Verlängerung ihres Einsatzes gegen Allied Democratic Forces im Osten der Demokratischen Republik Kongo vor; Mouvement du 23-Mars-Miliz (9.11) tötet im Osten der Demokratischen Republik Kongo mindestens 26 Soldaten; seit 3 Monaten vermehrt M23-Aktivitäten.
Frankreich zieht sich militärisch zunehmend aus den ehemaligen Kolonien in der Sahel-Zone zurück. Seit 2013 hatte das französische Militär in Mali gegen einen islamistischen Aufstand im Norden gekämpft. Frankreich hat seitdem wiederholt sein Bedauern ausgedrückt, dass es fast im Alleingang die Sicherheitslage in der gesamten Sahel-Region verteidigen müsse. Nach einem Wiederaufkommen islamistischer Anschläge seit 2018, begannen die französischen Truppen 2021 ihren Abzug aus der Sahel-Zone. Bereits 2017 hatte Frankreich eine regionale Eingreiftruppe der „G5 Sahel“-Länder (von G5) aufgebaut und immer wieder NATO-Verbündete aufgerufen, sich an dem Krieg zu beteiligen. Der französische Einsatz war aus vielen Gründen umstritten: Im Oktober 2021 warf die malische Regierung Frankreich vor, die terroristischen Milizen ausgebildet zu haben, die gegen malische Truppen gekämpft hatten. An die Stelle Frankreichs tritt in Mali Russland. Russische Wagner-Gruppe waren bereits in Libyen und im Sudan aktiv, seit 2021 auch in der Zentralafrikanischen Republik. 2021 schloss Russland außerdem militärische Kooperationsabkommen mit Nigeria und Äthiopien. Auf Einladung der malischen Regierung und mit der Unterstützung der landesweiten Proteste übernimmt Russland nun die ehemaligen französischen Militärbasen. Was alle westlichen militärischen Interventionen gleich haben, ist die Übernahme von sehr umstrittenen Begriffen, wie „Terror“. Wie ich im Demokratische Republik Kongo-Abschnitt „Das Wesen der Konflikte“ dargelegt habe und in weiteren Abschnitten noch ausführen werde, ist dieser Begriff gefährlich vereinfachend. In Ostafrika stellt er die mystisch-fanatischen Gotteskrieger der Allied Democratic Forces auf die selbe Stufe wie islamistische Rebellionen und islamistische Bürgerkriegsparteien. Die Definition von sowohl ADF, als auch ASWJ als IS-Terrorgruppen vereinfacht den Konflikt derart, dass der falsche Schluss nahe liegt, der Konflikt könne nur durch militärische Interventionen gelöst werden. Dieses Narrativ wird von lokalen Politikern, ausländischen Staaten und ausländischen Medien gefördert. Ich bin der Meinung, dass sich die globale (Klima-)Gerechtigkeitsbewegung kritisch mit den Bewegungen hinter dem Schlagwort „Terror“ beschäftigen sollte. Auf diese Weise können die Konflikte, nicht nur in Ostafrika, viel besser verstanden werden und nur mit umfassenden Verständnis können diese Konflikte gelöst werden. Dazu gehört im Sinne des Non-Interventionismus vielleicht auch, manche Konflikte einfach Konflikte sein zu lassen.
"Mai-Mai"-Miliz tötet 10 Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo und steckt Krankenhaus in Brand; Allied Democratic Forces tötet 7 Landwirte+.
Demokratische Republik Kongo startet neue Offensive gegen Allied Democratic Forces.
Allied Democratic Forces-Miliz soll angeblich kongolesische Uniformen und Waffen kopiert haben und so ausgerüstet Angriffe auf Bevölkerung planen.
2 Die Demokratische Republik Kongo 2.3 Die Amtszeit Tshisekedis seit 2020 Bei den Präsidentschaftswahlen Ende Dezember 2019 gewann der Oppositionskandidat Félix Tshisekedi. Er und sein Amtsvorgänger Joseph Kabila gingen eine Koalition ein. Seit dem Amtsantritt der neuen Regierung zerfällt diese Koalition: Tshisekedi begnadigte 700 politische Gefangene aus der Kabila-Ära, ging gegen den kabila-nahen Justizminister vor, entmachtete den Parlamentspräsidenten, die Behörden erließen ein Reiseverbot für Kabila und Tshisekedis Regierungskabinett besteht abnehmend aus Kabila-Verbündeten. Auch wenn diese Aktionen relativ eindeutig wirken und Kabila großen Schaden zufügten, glauben immer noch viele Kongolesen, dass Kabila und Tshisekedi kooperieren. Laut inoffiziellen Umfragen lag bei den letzten Wahlen nämlich eigentlich der andere Oppositionskandidat, Martin Fayulu vorne. Laut Fayulu besteht das „System Kabila“ noch immer. Tshisekedis Amtsantritt brachte eine neue Dynamik in den Osten des Landes, weil er die Kooperation mit der UN-Militärmission zur Stabilisierung des Ostkongo, aber auch mit den Nachbarländern verbesserte. Die Kooperation mit Uganda ging so weit, dass die Armeen der Demokratische Republik Kongo und Ugandas im Dezember 2021 eine gemeinsame Militäroperation gegen die Allied Democratic Forces-Miliz starteten. Gleichzeitig forderte die Demokratische Republik Kongo 2021 vier Milliarden Dollar Entschädigung von Uganda für die ugandische Invasion im Zuge des Zweiten Kongo Krieges. Mit Ruanda verbessern sich die Beziehungen sogar so verdächtig gut, dass in Nord-Kivu Proteste gegen einen angeblichen Einsatz ruandischer Polizeikräfte in Goma stattfanden. Auch Ruanda hatte im Zweiten Kongokrieg große Teile der Demokratische Republik Kongo besetzt und auch danach noch Milizen unterstützt. Das sind zwei Beispiel dafür, dass eine zunehmende ostafrikanische Integration alte Wunden auch aufreißen kann. Aber die Demokratische Republik Kongo beeinflusst Ostafrika nicht nur auf diesen direkten Wegen: Auch von den Handelsstreits zwischen Uganda und Ruanda profitiert die Demokratische Republik Kongo! Tshisekedi positionierte sich nämlich sowohl für Ruanda, als auch für Uganda, spielte diese beiden Länder also gegeneinander aus. Die Demokratische Republik Kongo profitiert, weil Uganda im Gegenzug Straßen in der Demokratische Republik Kongo finanzierte und Ruanda den Schiffsverkehr am Kivu-See ausbaute. Gleichzeitig unterzeichneten die drei Staaten 2021 auch ein trilaterales Abkommen zum Infrastrukturausbau. Die Demokratische Republik Kongo profitiert also sowohl von dem Streit zwischen Ruanda und Uganda, als auch von deren Versöhnung. Und auch mit Burundi und Tansania unterzeichnete die Demokratische Republik Kongo 2021 Verträge zu milliarden-schweren Infrastrukturprojekten.
Regierung der Demokratische Republik Kongo wirft islamistischer Allied Democratic Forces-Miliz vor, Bombenanschlag in östlicher Großstadt Beni mit 8 Toten begangen zu haben.