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Behörden haben 2023 mit fast 3200 so viele Menschen aus Sklaverei-ähnlichen Situationen befreit, wie seit 2009 nicht mehr, davon die meisten in Kaffee- und Zuckerrohr-Anbau (mit APA).
Behörden haben 2023 mit fast 3200 so viele Menschen aus Sklaverei-ähnlichen Situationen befreit, wie seit 2009 nicht mehr, davon die meisten in Kaffee- und Zuckerrohr-Anbau (mit APA).
Straßenblockade von Kleinbauern in Bundesstaat Punjab aus Protest für die Erhöhung der Subventionen für den Zuckerrohr-Anbau beendet.
Avocado-Plantagen verdrängen Zuckerrohr in Uganda.
Kontext? Kontext! Stichwortverzeichnis Abkürzungen.
Agrarexporte steigen Anfang 2022 um 33% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, besonders wegen Zunahme bei Kaffee- und Zuckerrohr-Export.
Zuckerrohr-Ernte in Kuba, wie 2021 (12.5) historisch schlecht, da wegen US-Blockade nur 37% der Herbi- und Pestizide zur Verfügung standen.
Kubanische Zuckerrohr-Ernte 2021 so schlecht wie zuletzt 1908, wegen Treibstoffmangel und Transportausfällen.
Nicht vergessen! 1434 landeten portugiesische Händler an der Küste Nigerias und stifteten die Ansässigen an, u.a. Igbo aus dem Landesinneren zu verschleppen. Die portugiesische Geopolitik war damals noch nicht auf die Etablierung von Weltreichen aus, sondern sollte ein weltweites Handelsnetz erstellen. Sie nutzten das bereits bestehende Haussklaven-System der Küsten Westafrikas aus und stiegen in den Menschenhandel ein, jedoch als Softpower. Mit dem Auftreten der Niederländer und der Briten in Igbo-Ländern verschärfte sich die innenpolitische Lage verheerend. Die Europäer zogen hier nicht brandschatzend und raubend durch die Länder, sondern ließen diese Aufgabe von den Aro erledigen. Es wurden zunächst keine Igbo entführt, die gut in die Igbo-Gesellschaft integriert waren, wenn dann nur in kleinem Maße, sondern solche, die als Verbrecher verurteilt wurden und als Delinquenten bekannt waren. Um so viel Kapital wie möglich aus dem Menschenhandel zu schlagen, terrorisierten die Briten und Aro die Gemeinschaften, um innere Verwerfungen anzuheizen, wobei die Aro von den Briten dazu erpresst wurden. Bis 1807 wurden 1,7 Millionen politisch und rechtlich verfolgte Igbo von den Briten in die Karibik und die USA verschifft. Da ihre Gesellschaft nach dem Prinzip aufgebaut war, jeder sei für seine Lebenssituation selbst verantwortlich, hielten viele versklavte Igbo ihre Lage für selbstverschuldet und entzogen sich ihr durch Selbstmord. Wenn sie die Überfahrt überlebten, mussten sie überwiegend auf Zuckerrohr- und Baumwollplantagen arbeiten. Igbo-Sklaven waren, auch durch ihren kulturellen Hintergrund dafür bekannt, äußerst rebellisch zu sein und begingen später in den Amerikas häufig als Akt des Widerstands Suizid.
[16.10. 06:41] Nahuel: *Nicht vergessen!* Außerhalb des Fruchtbaren Halbmonds und Ostasiens ist über die Entstehung der Landwirtschaft weit weniger bekannt, da es nur wenige Orte gibt, an denen moderne archäologische Methoden angewendet werden können. Die amerikanische Landwirtschaft entstand zuerst im heutigen Mexiko, wo 8000 vor Christus Kürbis und Paprika domestiziert wurden vor 9000 Jahren der Mais. Dieser entwickelte sich aber erst 2500 Jahre später zur lebensdefinierenden Ernährungsmethode. Im mexikanischen Hochland begann 3000 v.Chr. der Anbau von Avocado und Grünen Bohnen, 1500 Jahre später der Anbau von Baumwolle. Um die Zeitenwende wurden Truthahn und Moschusente domestiziert. Auf dem gesamten amerikanischen Kontinent gab es nur wenige Tierarten, die sich überhaupt domestizieren ließen. [17.10. 13:42] Nahuel: *Nicht vergessen!* In Südamerika wurden in den nördlichen Anden vor rund 9000 bis 8000 Jahren getreideähnliche Früchte wie Quinoa und Amarant domestiziert. Zur gleichen Zeit kamen Karoffeln, Erdnüsse und Baumwolle hinzu. Zudem wurden Lamas und Alpakas gezüchtet, die zum einzigen Lasttier des Kontinents wurden. Daneben wurde in Südamerika nur das Meerschweinchen zum Nutztier. Umstritten ist, ob es auch im Amazonasbecken zu einer eigenständigen Entstehung des Ackerbaus gekommen ist. Viele Indizien sprechen für einen planmäßigen Anbau von den Knollen Maniok und Süßkartoffeln. Eindeutig belegt ist eine eigenständige Entwicklung der Landwirtschaft im Osten der heutigen USA 2500 v.Chr. Hier wurden Sonnenblumen kultiviert und auch der Truthahn gezüchtet. [18.10. 06:56] Nahuel: *Nicht vergessen!* Australien und Neuguinea blieben nach der Besiedelung vor 60.000 Jahren weitesgehend isoliert vom Rest der Welt, da nach dem Ende der Eiszeit die Meeresspiegel stiegen und die Landbrücke nach Asien verschwand. In Australien gab es keine Landwirtschaft und es entwickelte sich stattdessen eine angepasste Jäger- und Sammlerkultur. Im Hochland von Neuguinea bauten die Menschen vor 10.000 Jahren Zuckerrohr, Bananen und die Knolle Taro an. Vor 9000 Jahrem wurden dazu gezielt Gärten angelegt, um sie vor Wildschweinen zu schützen. An der Küste kultivierten die Neuguineaner die Sago- und die Kokospalme. Die Nutztiere Schwein und Huhn auf Neuguinea und in Australien wurden über Umwege von Südostasien mit Booten um 1600 v.Chr. bis 1500 v.Chr. gebracht.